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Leeder

24.07.2020

Ein ungewöhnlicher Einstand des neuen Dirigenten der Blaskapelle Leeder

Mit einem Picknickkonzert im Hofgarten in Leeder unterhielt die Blaskapelle Leeder mehr als 200 Besucher. Dirigent Christian Lombardi gab dabei seinen Einstand.
Bild: Andreas Hoehne

Plus Beim Picknick-Konzert im Hofgarten erlebten mehr als 200 Besucher den neuen Dirigenten Christian Lombardi bei seinem Debüt. Der Vollblutmusiker schwingt auch in einem anderen Orchester den Taktstock.

Nicht nur ihre Blasinstrumente beherrschen die Musiker aus Leeder meisterlich. Ebenso gelang es ihnen, in Zeiten der Corona-Beschränkungen ein Picknickkonzert unter Einhaltung aller Hygieneregeln auszurichten. Mit reichlich Absperrband hatten die Organisatoren die große Wiese im Hofgarten in viele Abschnitte unterteilt, in der sich jeweils fünf Personen, auf Bierbänken, Campingstühlen oder Decken sitzend, aufhalten konnten.

Bild: Andreas Hoehne

Mit diesem Konzept hätten auch mehr als 200 Besucher den Klängen lauschen dürfen, 151 nutzten das Angebot. Die gekommen waren, konnten das Debüt des neuen Dirigenten Christian Lombardi aus Kaufbeuren erleben, der bekannte, dass er ein solches Einstandskonzert noch nie erlebt habe. Als Vollblutmusiker bezeichnete ihn Thomas Metschl, der den Abend moderierte.

Von der Blockflöte über das Klavier zur Oboe

Als fünfjähriges Kind habe Lombardi die Blockflöte gelernt und sei dann über das Klavier zur Oboe gekommen. Als Solooboist wirkte er fast fünf Jahre an der Oper im südafrikanischen Kapstadt, mittlerweile ist er beim Orchester der Bundespolizei in München tätig, wo er auch stellvertretender Dirigent ist. Aufmerksam wurde die Leederer Kapelle auf ihn dank eines Hinweises des Musikbundes, dass Lombardi bei einem Konzert in Reichling zu aller Zufriedenheit ausgeholfen hätte, sagt Metschl auf Nachfrage des LT.

Zu hören gab es an diesem bayerischen Abend viele Märsche und Polkas. „Singen ist leider nicht erlaubt“, hatte die Vorsitzende der Kapelle Johanna Kustermann in ihrer Begrüßung vorsorglich hingewiesen. Dafür jedoch Klatschen während der Musik und am Ende Applaus, den die Musiker sichtlich genossen.

Große Sehnsucht nach einem echten Konzert

„Das ist live und kein Fernsehen“, freute sich auch Metschl. Denn den Musikern, die sich mit dem Aufräumen des Vereinsheims, dem Nähen von Masken und der Teilnahme an einer „Klopapier Challenge“ durchschlagen mussten, hatten sich nach diesem ersten echten Konzert seit Langem gesehnt. Aufwendig genehmigen lassen hatte man sich Mitte Mai eine Marschprobe durchs Dorf.

Geprobt hatte man im Freien und mit den Abständen zueinander bereits seit einem Monat, erzählte Lombardi und das auch schon für das Jahreskonzert Ende November, das dann „hoffentlich“ wieder in der Fuchstalhalle stattfinden könne. Er komme vom Theater und habe Sinn für Dramaturgie, schickte er am Ende des Konzerts den zwei erklatschten Zugaben voraus. Denn die eine endete kurz vor 20 Uhr und dem sechs Minuten dauernden Geläut der nahen Leederer Kirche, das man, so der Dirigent, auch stets vor den Proben erlebe, die eigentlich pünktlich beginnen sollten. In der zweiten Zugabe der Veranstaltung nach der Glockeneinlage erklang das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ in einem Arrangement für Blasmusik.

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