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Penzing

31.07.2017

Eine Eiche als Zeichen der Freundschaft

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2 Bilder
Altbürgermeister Ottmar Mayr und Vera Adorján, die ehemalige Rathauschefin von Leányfalu, begießen – wie 2001 – gemeinsam den neuen Partnerschaftsbaum.
Bild: Ludwig Herold

Vertreter von Penzing und der ungarischen Leányfalu feiern ein Jubiläum. Dabei wurde auch ein neuer Baum gepflanzt.

Auch kleinere Gemeinden können mit ihren Partnerschaften zum Motor der europäischen Einigung werden. Dieser Meinung ist Penzings Bürgermeister Johannes Erhard. Dieser Satz sei der Kern der Gedenkurkunde, die er beim Festakt mit seinem ungarischen Kollegen aus der Partnergemeinde Leányfalu unterzeichnete. „Ich glaube, wir haben unsere Partnerschaft mit Leben erfüllt, sodass wir ihr 15-jähriges Bestehen feiern können.“

Beim Empfang hob Erhard den Partnerschaftsverein unter seinem Vorsitzenden Ulrich Hofmann hervor. Als „Frau für alle Fälle“ nannte er Ingrid Bühler, die sich von Anfang an vor allem für die private Unterbringung der ungarischen Gäste eingesetzt habe. In seinem Rückblick auf die Mitte September 2001 gegründete Partnerschaft listete Erhard auch die wesentlichen Stationen des gemeinsamen Weges auf.

Eine Zeitspanne, die mit Hans und Helga Kloos aus Penzing und dem ungarischen Musikdirektor Kalman Szentmary begonnen habe und danach bei einem ersten Treffen des Jugendblasorchesters beim 1100. Jahrestag der Staatsgründung Ungarns konkrete Konturen angenommen habe. Die Penzinger Musiker gaben damals auch ein Konzert in Leányfalu. Doch auch die wiederholten Besuche der Vereine und Schüler blieben nicht ohne Folgen: Im September werden die ehemalige Gastschülerin Nora aus Leányfalu und der Penzinger Stefan Wurmser vor den Traualtar treten.

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Bürgermeister Erhard nannte einen weiteren wesentlichen Grund des Festaktes: Das „Eingießen“ einer gut drei Meter hohen Eiche, anstelle der am 7. Oktober 2001 gepflanzten Kastanie aus Leányfalu. „Leider Gottes wurde dieser Baum von einem Pilz befallen und war nicht mehr zu retten.“ Für die Gemeinde deswegen ein Grund, vor dem Rathaus keine Kastanie mehr zu pflanzen. „Damit aber der Schaden nicht ganz so schlimm ist, haben wir eine zehn Jahre alte Eiche gepflanzt“, sagte Erhard.

Wie sehr die Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen funktioniert, habe laut János Loszmann, dem Bürgermeister von Leányfalu, das fruchtbare Miteinander gezeigt. „Mein Wunsch ist es natürlich, dass auch die Jugend ein aktiver Teil dieser Beziehungspflege wird.“

Nach dem Eingießen des neuen Partnerschaftsbaumes durch Erhard und Loszmann sowie Altbürgermeister Ottmar Mayr und Vera Adorján, der früheren Rathauschefin von Leányfalu, überreichte die ungarische Delegation Geschenke. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch sowie einem Mittagessen im Fliegerhorst folgte ein Besuch der Ritterspiele in Kaltenberg.

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