RBK

09.10.2011

Eine Flut von Kunst

Copy of jor133.tif
3 Bilder
„Unter Wasser“ (Rose Brouwers) und „Liebe“ (Elek Schneweis).

23. Jahresausstellung in der Säulenhalle mit Werken von 38 Künstlern

Landsberg Eine noch nie dagewesene Flut von regionalen Kunstschaffenden, alles Mitglieder des Regionalverbandes Bildender Künstler Oberbayern-West (RBK), hat zur gemeinschaftlichen Jahresausstellung des Verbands in die Landsberger Säulenhalle gedrängt.

„Wir haben heuer Werke von 38 Ausstellern hier untergebracht“, sagte RBK-Vorsitzende Urte Ehlers bei der Eröffnung. Trotz der großen Zahl und der daraus resultierenden, vielschichtigen Techniken, die die Platzierung nicht gerade einfach gemacht hätten, so Ehlers, habe eine Nische in der Halle freigehalten werden können. In dieser vordersten Ecke, gleich gegenüber dem Eingang, sind Bilder und Objekte aus dem Atelier von Ulrike Albert zu sehen. Die Fuchstaler Künstlerin wurde heuer mitten im Schaffen aus dem Leben gerissen, folglich sind einige Arbeiten Fragmente, die Gedächtnisausstellung wirkt wie der Blick in das von Alberts Geist durchwehte Atelier. Auch von Kurt Hammer dem im vergangenen Jahr gestorbenen RBK-Mitglied, wurde in der aktuellen Schau posthumer Platz für ein Ölgemälde eingeräumt.

Ihre Sicht der Welt

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Bildende Künstler neigen dazu, einzeln auszustellen“, so Dr. Thomas Goppel in seinen einführenden Worten. Umso erfreulicher sei es, wenn sie sich wie aktuell zusammen schließen und so auch untereinander ins Gespräch und zum Austausch kommen. Goppel erinnerte daran, wie wichtig Künste und Künstler seien. „Künstler laden uns ein, ihre Sicht der Welt zu sehen und zu schauen, ob sie ein Teil unserer Sicht der Welt werden kann. Damit können uns Künstler unsere Seele sehen lassen.“ Künste seien bitter nötig, „um unsere rechte Hirnhälfte auf Trab zu halten“.

Es ist viel Zeit und Muse erforderlich, um sich ein Bild machen zu können von der Leistung und den vielfältigen Ausdrucksformen der RBK-Mitglieder. 38 Künstler, das bedeutet eine Unzahl an Techniken und Arbeitsformen, Ansichten und Sichtweisen. Mal wurde mit großzügigem Duktus und kräftigen Farben gearbeitet, mal beschränkte sich der Künstler auf wenig Material und das kleine Format. Momente, geheimnisvolle Tiefen, Natur, Menschen, Zeitkritisches, Freude an Schönem – es gibt kaum etwas, dessen sich die Ausstellenden nicht angenommen hätten. Genauso verhält es sich bei den Techniken von Fotografie über Zeichnung und Malerei bis zu Objektkunst und einer Vielzahl von Mischtechniken, die bereits bei den fotografischen Arbeiten zum Tragen kommen. Gemalt wurde in Acryl, Öl, Eitempera, Gouache; die zwischen tauben- und überlebensgroßen Skulpturen und Objekte aus Textil, Holz, Metall, Ton, Bronze sind zum Teil naturbelassen, zum Teil wurden sie auch so intensiv nachbehandelt, dass sie ein anderes als das verwendete Material vorgaukeln.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_JOR1695.JPG
Kommentar

Ausbildungsmesse: Die Jungen sind die Gewinner

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden