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Ferienfreizeit

14.09.2016

Fremde Hunde werden nicht angefasst

Auch Sabrina Reisingers Bailey zeigte während der Ferienfreizeit beim Gebrauchs- und Sporthundeverein, was er alles drauf hat.
Bild: Hertha Grabmaier

Kinder lernen Wissenswertes über den Umgang mit Vierbeinern

Zehn Kinder haben einen lehrreichen Nachmittag im Rahmen der Ferienfreizeit beim Gebrauchs- und Sporthundeverein Landsberg erlebt, der ziemlich aufregend begann. Denn unweit des Geländes war ein Hund samt Schlüssel in der prallen Sonne versehentlich im Auto eingeschlossen worden. Der Innenraum heizte sich auf und die von den Hundehaltern angeforderte Hilfe ließ auf sich warten. So wurde die Scheibe mit einem Hammer eingeschlagen und das Tier befreit.

Derweil versorgte Jugendwart Sabrina Reisinger die aufgeregten Mädchen und Buben mit Erfrischungsgetränken und ließ diese über deren eigene Erfahrungen mit Hunden erzählen. Fast alle haben einen zu Hause. Lena wurde von ihrer Emma schon mal beim Spielen aus Versehen in den Finger gebissen. Sabrina erklärte, ein Hund dürfe den Menschen auf keinen Fall als seinen Spielkameraden betrachten.

Absolutes Unterordnen gehöre zur wichtigen Grundausbildung, knappe Befehle müssten prompt ausgeführt werden und das könne jeder Hund durch konsequentes Üben lernen. Die Vorsitzende Sabine Hanel führte das mit Rocky vor: klare Ansagen, und das Tier kennt sich aus. Erster Ausbildungswart Katja Boch zeigte mit ihrem kleinen weißen Bo zusammen mit ihrem Kollegen Günter Kemmetter und dem belgischen Schäferhund Juego, wie das funktioniert. Sabrina erklärte genau, was bei einem Hund zu beachten ist, wie zu erkennen ist, wenn er etwas nicht mag. Zähne zeigen und Haare aufstellen bedeute Achtung, den Schwanz zu berühren sei ein absolutes No-Go, und eines sei ganz besonders wichtig: „Wir fassen keine fremden Hunde an.“

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Auch wie mit den Hinterlassenschaften des eigenen Vierbeiners umgegangen werden muss, war ein Thema. Die Kinder waren begeistert vom Herumtollen mit dem verspielten Hugo und jedes wollte immer wieder ein Wettrennen gegen Bailey über den eigens aufgebauten Parcours gewinnen, doch dieser war immer eine Hundelänge voraus. Sogar gegen den kleinen Jack Russell Terrier Paula und den Mischling Socke hatten die rennenden Zweibeiner keine Chance.

Aufgebaute Hindernisse, lange Tunnels, Brücken, wackelige Gestelle und durch ein buntes Gebilde, bestehend aus farbigen, klingenden Kugeln und Dosen laufen, schafften die aufmerksamen Tiere, die offensichtlich großen Spaß an ihren vielseitigen Darbietungen hatten, mit Bravour, und auch die begeisterten Kinder konnten gar nicht genug davon bekommen. Danach erklärte Sabrina die zwölf goldenen Regeln im Umgang mit Hunden. Alle waren ganz Ohr und schafften anschließend den dazugehörenden Fragebogen mit einer eins mit Stern und nahmen stolz ihre Urkunden in Empfang. Eine kleine, fast realistische Kriminalgeschichte zeigte abschließend die wichtige Arbeit eines aufmerksamen, gut ausgebildeten Polizeihundes. Mit einem Polizisten spürte Schäferhund Juego den vermummten Dieb auf, der einer alten, hilflosen Dame mit Gehwägelchen die Handtasche entrissen hatte, und somit konnte das Geschehen einen glücklichen Ausgang nehmen.

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