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Reichling

30.03.2020

Für ein besseres Klangerlebnis in der Reichlinger Mehrzweckhalle

In der zum Dorfgemeinschaftshaus umgebauten Mehrzweckhalle in Reichling stehen noch Nachbesserungsarbeiten in Sachen Akustik an.
Bild: Manuela Schmid

Plus Im frisch sanierten Dorfgemeinschaftshaus in Reichling wird noch mal nachgebessert. Es geht um die Akustik.

Für den Sport bietet die kürzlich renovierte Mehrzweckhalle in Reichling, die nun als Dorfgemeinschaftshaus dient, bereits gute Bedingungen. Nicht aber für musikalische Veranstaltungen, wie etwa das jährliche Osterkonzert der Blaskapelle. Die Akustik lässt nach Ansicht der Musiker noch zu wünschen übrig. Nun wird Abhilfe geschaffen: Mittels einer Verkleidung soll die Akustik verbessert werden. Diese Maßnahme lässt sich die Gemeinde knapp 10.000 Euro kosten.

Ende Januar hatte ein Akustikbüro ein Gutachten erstellt. Der zuständige Architekt Manfred Ullmann stellte das Gutachten des Büros in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Demnach könne mit einer hocheffektiven Platte an der Hallenrückwand eine verbesserte Akustik in der Halle erzielt werden. Es handle sich dabei um eine akustisch aktive Holzplatte mit Schalldämm-Matte, wie der Architekt erklärte. „Die ganze Rückwand der Halle wird damit verkleidet“, so Ullmann.

Die Optik wird nicht beeinträchtigt

Die Optik in der Mehrzweckhalle werde durch diese verkleidete Rückwand nicht beeinträchtigt, räumte der Planer gleich vorab Bedenken aus. Es sei eher sogar das Gegenteil der Fall, da die Platte in die bereits vorhandene Verkleidung übergehe und die Optik dadurch eher noch verbessert werden könne.

Für ein besseres Klangerlebnis in der Reichlinger Mehrzweckhalle

Die geplante Maßnahme verbessere aber nicht nur die Akustik, sondern gleichzeitig auch die Sicherheit in der Halle: Denn die vier Sprossenwände ragten dann künftig nicht mehr in den Turnraum hinein – sie würden randbündig abgeschlossen. Bisher stellten die Sprossenwände ein Verletzungsrisiko dar.

Gemeinderat Dieter Rapp stellte sich daraufhin die Frage, ob die vier Sprossenwände überhaupt noch benötigt würden. Denn die Halle würde bei der geplanten Maßnahme um 30 Zentimeter schmäler werden, gab er zu bedenken. Rapp regte an, bei den entsprechenden Übungsleitern einmal nachzufragen, welche Gruppen die Sprossenwände überhaupt bräuchten.

Werden die Sprossenwände gebraucht?

Gemeinderätin Heidrun Höbel warf ein: „Wir haben viele Kinder.“ Und bei den Turnstunden mit Kindern sei vor allem das Klettern, Rutschen und Steigen sehr beliebt. Auch Gemeinderat Walter Dirr bemerkte: „In der Mehrzweckhalle sind hauptsächlich die Turner drin. Wir werden nicht darum herum kommen, die Sprossenwände zu belassen.“

Rapp schlug vor, die vier Sprossenwände an der Rückwand zu entfernen und dafür zwei Sprossenwände an der Stirnseite anzubringen. „Die Frage ist: Brauchen wir vier Sprossenwände, oder reichen auch zwei?“, meinte er. „Es wäre schade, wenn dadurch 30 Zentimeter von der Halle flöten gehen.“ Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler versprach, die von Rapp angeregte Möglichkeit zu prüfen. Was inzwischen auch geschehen ist: Am Tag nach der Sitzung teilte Horner-Spindler auf LT-Anfrage mit, dass es nach Information der Gemeinde technisch nicht möglich sei, die Sprossenwände an die Stirnseite hin zu versetzen.

Somit verbleibt also voraussichtlich nur die Lösung, wie sie von Architekt Ullmann in der Sitzung vorgeschlagen wurde. Dass Akustikmaßnahmen durchgeführt werden sollen, diese Frage war bei der Diskussion im Gemeinderat jedenfalls unstrittig.

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