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Ellinor Holland Kunstpreis

01.10.2012

Furiose Märchenwelt überzeugt Jury

Das Team der Stelzer. Den Preis nahmen Wolfgang Hauck und Peter Pruchniewitz (rechts) entgegen.

 Die Stelzer und ihr Projekt „Licca Line“ siegen

Ein gigantischer Salzkönig, böse, geheimnisvolle Truden und freche Hojemännlein trieben am Samstag im Landsberger Stadttheater ihr Unwesen. Ein kleines Schaf lief mähend auf Stelzen über die Bühne und zog alle Blicke auf sich. Das Mädchen Mälla sauste eilig über die Bretter und kam dem Bühnenrand gefährlich nah. Die Zuschauer hielten kurz den Atem an, und schauten begeistert zu, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit die Jugendlichen auf Stelzen durch das Szenenbild liefen.

Diese Märchenwelt, die die Gruppe „Die Stelzer“ zusammen mit Landsberger Jugendlichen schuf, hatte die Jury des Landsberger Tagblatts überzeugt. Der Ellinor Holland Kunstpreis 2012 ging an „Licca Line – eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“.

Sechs Projekte waren nominiert

Der Kunstpreis sollte in diesem Jahr an einen Beitrag aus dem Programm zur 850-Jahrfeier der Stadt Landsberg gehen. Sechs Projekte waren nominiert – die Jury entschied sich für das Ruethenfestspiel, das als außerschulisches Theaterprojekt von 2009 bis 2012 mit der Profigruppe „Die Stelzer“ und dem Ruethenfestverein entwickelt worden war. Es nahmen Jugendliche aus allen Schulen, allen Altersgruppen von zehn bis 18 Jahren und allen sozialen Schichten daran teil.

Jürgen Marks, stellvertretender Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, übergab den Preis an Spielleiter Wolfgang Hauck und Regisseur Peter Pruchniewitz. Er erläuterte die Begründung der Jury (bestehend aus Filmforumschef Kurt Tykwer, dem früheren Museumsleiter Hartfrid Neunzert, Kommunikationswissenschaftler Benjamin Scholz, dem letztjährigen Preisträger Martin Paulus und LT-Kulturredakteurin Alexandra Lutzenberger): „Über 40 Jugendliche leisteten ein überragendes artistisches Spiel auf Stelzen, sprachen exzellent einstudierte Texte, wurden von einer ausgezeichnet passenden Musik begleitet und verzauberten so den Baustellen-Hauptplatz in eine furiose Märchenwelt – fantasievoll und mit wunderbaren Bildern.“ Besonders hervorzuheben, so Marks, sei auch die „musikalische Live-Untermalung durch die Landsberger Sing- und Musikschule, die dazu beitrug, die Sagenwelt auf so authentische und originelle Weise erlebbar zu machen“.

LT-Redaktionsleiter Dieter Mitulla hatte den Abend moderiert und den Gästen zu Beginn ein Mobile, gestaltet von Carmen Celewitz, mit Bildern des LT-Fotografen Thorsten Jordan präsentiert. Es zeigt die Projekte, die der Jury zur Preisverleihung vorlagen. In einem Video von Dominic Wimmer gab es Ausschnitte aus den Beiträgen zu sehen: „Der Abend soll mehr als eine Preisverleihung sein“, so Mitulla. „Er soll vielmehr zeigen, mit wie viel Kreativität Künstler unserer Stadt das Thema 850 Jahre Landsberg umgesetzt haben.“

Mehr Fotos von der Veranstaltung in unserer Bildergalerie.

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