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Feuerwehrhaus

06.12.2013

Gemeinderat hebt den Deckel wieder an

Bei dem Wellendach für ein neues Feuerwehrhaus in Geltendorf soll es bleiben, wenngleich es vielleicht etwas kleiner ausfallen könnte.
Bild: Büro Schleburg

Das Grundkonzept bleibt erhalten. Kompromiss mit Feuerwehr. Einsparungen werden jetzt diskutiert

Beim Geltendorfer Feuerwehrhaus scheint ein Durchbruch gelungen zu sein: In der Sitzung am Donnerstagabend wurde die Deckelung für den geplanten Bau angehoben. Die Gemeinde ist bereit, bis zu 2,6 Millionen Euro für das neue Gerätehaus an der Türkenfelder Straße auszugeben. Erschließung und Grundstück sind laut Beschlussvorlage in diesen Ausgaben nicht enthalten. Damit lässt sich, so die Vorstellung von Gemeinde und Feuerwehr, der ursprüngliche Entwurf in seinen Grundsätzen umsetzen.

Freilich gab es auch Zweifel daran, ob es bei dieser Kostensumme bleibt, vor dem Hintergrund, dass der Gemeinderat die Ausgaben schon einmal auf zwei und dann auf 2,4 Millionen Euro gedeckelt hat. Im Unterschied zu den damaligen Entscheidungen ist dieFeuerwehr jetzt mit im Boot, wie in der Sitzung deutlich wurde. Offensichtlich gelang es in Gesprächen von Bauausschuss, Feuerwehr und Verwaltung, sich darüber einig zu werden, wo Einsparungen Sinn machen und wo die Funktionalität darunter leidet.

Hoiß hakt wegen Flachdach nach

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Roman Hoiß hakte nach, ob denn über die Veränderung der Dachform gesprochen worden sei. Er wollte vor allem wissen, ob das günstigere Flachdach diskutiert worden sei. „Eine Umplanung würde die angedachten Ersparnisse wieder auffressen“, erläuterte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU), dass Zeit in diesem Fall Geld kostet, wenn die bestehende Planung grundsätzlich verändert wird. Die Feuerwehr hatte beantragt, das ursprüngliche Konzept umzusetzen, bei dem drei Millionen Euro Kosten im Raum stehen. Durch die Diskussion im Bauausschuss konnte im Vorfeld der Kompromiss 2,6 Millionen Euro gefunden werden.

Dass an der ursprünglichen Planung mit Zugang vom ersten Stock und Wellendach festgehalten wird, sorgte für Misstrauen bei einigen Gemeinderäten. „Im Bauausschuss wurde kein Wort über die Reduzierung von Baumaßnahmen geäußert“, kritisierte Robert Sedlmayr (ÖDP). Die einhellige Meinung der Feuerwehr sei gewesen, man könne nicht von der Raumplanung weg. „Ich denke nicht, dass es bei 2,6 Millionen Euro bleiben wird.“ Auch Hans-Walter Rose (SPD) kritisiere, dass in den vergangenen zwei Jahren nichts am Gebäudekonzept gemacht worden sei.

Kürzungen bei der Technik

Eckhart-Georg Miehle (SPD) verwies darauf, dass der Bauausschuss sich mit 5:1 für den Kompromiss ausgesprochen habe, und Thomas Dietsch (Freie Bürger) erläuterte, dass die Flachdachkonstruktion nicht so funktionell sei, „da wäre an der falschen Seite gespart“. Jetzt fange die konkrete Arbeit an, so stehe der Vorschlag im Raum, das Wellendach kleiner zu machen. „Es gibt viele Sparmöglichkeiten.“ Josef Weiß (CSU) verwies darauf, dass bei den technischen Anlagen die Ausgaben um 120000 Euro zurückgeschraubt werden könnten und auch die Außenanlagen um 150000 Euro.

Horst Kürschner (Grüne) hakte bei den Kosten nach, und wie Verwaltungschef Florian Hänle gegenüber dem LT bestätigte, handelt es sich bei den 2,6 Millionen Euro um die Bausumme ohne Erschließung und Grundstück. Diese Summe reduziert sich noch um rund 280000 Euro Zuschuss. Nicht einbezogen in diese Rechnung wird der Beitrag der Feuerwehr in Höhe von 40000 Euro Eigenkapital und 80000 Euro Eigenleistung. Die Bausumme könnte so bei 2,72 Millionen Euro liegen. Die Deckelung auf 2,6 Millionen Euro anzuheben, wurde mit 14:4 Stimmen beschlossen.

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