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Landsberg

26.01.2019

Heute beginnt das Snowdance-Festival: Das erwartet Sie

Ende Januar ist wieder Filmzeit in Landsberg: Dieses Mal sind auch die Schauspieler Ulrike Folkerts, Valerie Niehaus, Ursula Karven, Heinz Hoenig und Max Tidorf zu Gast.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Diskussionen um Machtmissbrauch im Film, Stargäste und viele Filme: Heute startet das Snowdance-Festival in Landsberg. Was dort geboten ist.

Machtmissbrauch beim Film – ein ernstes Thema über das immer wieder in den Medien berichtet wird. Eine Diskussion, die auch beim Independent Film Festival Snowdance großen Raum einnehmen wird. Ende Januar gibt es dazu eine Podiumsdiskussion und mehrere Foren.

„Ein wichtiges Thema“, sagt Snowdance-Festivalchef Tom Bohn. „Wir müssen hier klar Position beziehen.“ In Amerika werden immer mehr sexuelle Übergriffe in der Filmbranche publik, bei der #MeToo-Debatte brachen viele Schauspielerinnen ihr Schweigen. In Deutschland wurde beispielsweise Regisseur Dieter Wedel mit Vorwürfen konfrontiert, die er bisher immer dementierte. Ausführliche Berichte dazu gab es in der Zeit und der Welt.

In Landsberg diskutieren über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (sprich am Filmset) auch die Schirmherrin des Festivals, Ulrike Folkerts, sowie die Schauspielerinnen Valerie Niehaus (Verbotene Liebe, Frauenherzen) und Beate Maes (Black Wedding). An zwei Tagen, 1. und 2. Februar, und in drei Foren wird dieses sehr ernste und brisante Thema zur Diskussion gestellt. Auf dem Podium mit dabei sind Produzent Peter Engelmann und Schauspieler Götz Otto.

Es gibt beim Snowdance auch ein Manifest zu Machtmissbrauch im Film

„Es geht darum zu zeigen, was war und ist, aber auch darum, Gegenstrategien aufzuzeigen oder die Frage zu stellen, was lernt die Filmbranche daraus“, sagt Bohn. Beim Landsberger Manifest wird die sogenannte „dritte Frau“ zu Wort kommen, die ihre Mitarbeit an dem #MeToo-Artikel der Zeitung Die Zeit zurückzog und deren Geschichte gegen ihren ausdrücklichen Willen trotzdem gedruckt wurde. Allerdings ohne ihren Namen.

Das Landsberger Manifest zum Thema „Machtmissbrauch im Film“ wird also ein wichtiger Teil im neuen Snowdance-Programm sein: Das Festival läuft vom 26. Januar bis zum 3. Februar und zeigt 20 Lang- und 30 Kurzfilme. Die Kurzfilme werden ab Montag gezeigt. „Die Filme stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt, nicht die Partys, und wir haben hervorragende Filme im Angebot“, sagt Bohn. Es scheine sich herumgesprochen zu haben, dass Snowdance Wert auf Qualität lege und, dass man sich hier in Landsberg gut begegnen könne, so Bohn weiter.

Diese Stars kommen zum Snowdance nach Landsberg

„Film ist und war immer das Grenzen überwindende Medium. Hier in Landsberg sind die Menschen offen für Neues und kulturell Andersartiges.“ Filme in Landsberg präsentiert unter anderem auch Schauspieler Max Tidof (Kurzfilm), außerdem kommen Götz Otto (der letztjährige Schirmherr), Ursula Karven, Lisa Bitter und der in Landsberg geborene Schauspieler Heinz Hoenig (Der große Bellheim). Sie alle werden auch beim Ball der Filmemacher am Samstag, 2. Februar, mit dabei sein. Die Schauspielerin und Sängerin Meret Becker gibt ein Konzert, und es gibt zahlreiche weitere Workshops.

Was soll sich das Landsberger Publikum nun in den Veranstaltungsorten Olympiakino, VR-Bank Landsberg-Ammersee, Stadttheater, Säulenhalle und Historisches Rathaus anschauen? „Einfach alles“, sagt Bohn. „Wir spielen die Filme alle dreimal, so hat fast jeder, der ein Festivalbändchen hat, jedenfalls die Chance dazu.“ Es sei für jeden etwas dabei, auch bei den beliebten Kurzfilmnächten (26. Januar bis 1. Februar ab 20 Uhr im Landsberger Stadttheater. Unbedingt müsse man sich den Eröffnungsfilm „You Go to My Head“ anschauen. Eine besondere Liebesgeschichte vor einer grandiosen Wüstenkulisse. Er wird in englischer Sprache gezeigt mit deutschen Untertiteln. Wer Dokumentationen mag, ist beim Film „The Evil Within“ richtig. Hier wird erzählt, wie es möglich sein kann, dass ein brutales politisches Regime entsteht.

Prominente Schauspieler geben ihr Wissen in einem Krimiworkshop weiter

Ein Albtraum der besonderen Art wird in „The Elevator“ gezeigt. Hier sind zwei Männer 72 Stunden gefangen in einem Fahrstuhl. Die Jury hat es heuer also nicht leicht, bei dieser Auswahl, doch am Samstag, 2. Februar, ab 20 Uhr werden im Stadttheater dann die Preise verliehen. Die besten Filme gibt es noch mal am 3. Februar ab 11 Uhr im Olympiakino zu sehen. Wem das Zuschauen noch nicht genug ist, der kann noch mehr in die Welt des Kriminalfilms einsteigen. Bei einem Workshop am 2. Februar, ab 14 Uhr im Historischen Rathausfestsaal. Ein Seminar für alle, die das Thema interessiert, aber auch für Autoren, Regisseure und Schauspieler. Neben Folkerts und Bohn sind Ulrich Herrmann (Koordinator Tatort SWR) und der Landsberger Strafverteidiger Joachim Feller mit dabei.

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