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Kaufering

22.07.2019

In Kaufering kann man jetzt die perfekte Welle reiten

In Kaufering gibt es jetzt eine Surfanlage. Surflehrer Severin Petersen zeigt, wie es geht.
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In Kaufering gibt es jetzt eine Surfanlage. Surflehrer Severin Petersen zeigt, wie es geht.
Bild: Thorsten Jordan

Neben der „Kletterei“ von Markus und Bianca Wasserle gibt es jetzt eine Surfanlage. Bei diesem Freizeitspaß setzen die Betreiber auf Ökologie.

Surfen in Kaufering? Ab Dienstag, 23. Juli, ist das möglich. Markus und Bianca Wasserle nehmen ihre „Surferei“ auf dem Gelände der "Kletterei" in Betrieb. Pünktlich zum Beginn der Hitzewelle und unmittelbar vor den Sommerferien ist der Landkreis damit um eine Attraktion reicher.

„Es gibt im ganzen süddeutschen Raum keine vergleichbare Anlage“, berichtet Markus Wasserle stolz, bevor er die beiden Coaches Nina Trebian (26) und Severin Petersen (18) für den Pressefototermin auf die Welle schickt. Sie weisen, zusammen mit Nicole Fouquet (48), Interessierte in die Technik ein, um über das etwa zehn Zentimeter hohe Wasser gleiten zu können, das eine Temperatur von 26 Grad hat. Ansonsten ist auch das Personal der "Kletterei" entsprechend geschult worden und kann Hilfestellung geben, so der Betreiber.

Das richtige Surfen erfordert einiges an Übung

Bis es aber tatsächlich ein Gleiten wird, steht eine Menge Übung auf dem Programm. Selbst die beiden erfahrenen Surfer, die sowohl den Münchener Eisbach als auch die unterschiedlichsten Meereswellen schon gemeistert haben, fallen immer wieder mal ins Wasser.

In Kaufering kann man jetzt die perfekte Welle reiten

Auf die Idee, die Anlage zu errichten, kamen die Wasserles bei einem Familienurlaub vor einem Jahr auf Mallorca, wo solch eine Anlage vorhanden war. Unter dem Wasser ist eine Art riesige Luftmatratze, die harte Stürze verhindert. Darunter befindet sich ein großes Wasserreservoire. Aus acht Düsen presst eine 260 PS starke Maschine das Wasser in die Anlage. Oben steigen die beiden Coaches abwechselnd – es darf immer nur eine Person surfen – auf speziell konzipierte Surfbretter und los geht es. „Das ist ein völlig anderes Surfen“, sagt Nina Trebian. Selbst erfahrene Sportler müssten sich umstellen. Nicht nur, weil die Finne fehlt, die bei einem „normalen Surfbrett“ für Stabilität sorgt. „Das ist wie Surfen auf dem Snowboard“, versucht sie das Gefühl zu beschreiben.

Die Surferei in Die Kletterei in Kaufering startet morgen offiziell. Das LT war schon mal dort. Surflehrer Severin Petersen zeigt uns, wie es geht!

Gepostet von Landsberger Tagblatt am Montag, 22. Juli 2019


Drei Monate wurde gebaut, bis die "Surferei" komplett fertiggestellt war. Nicht zuletzt auch dank der schnellen Genehmigungen durch die Ämter, sagt Wasserle. Damit die Welle an ihren Platz gebracht werden konnte, musste der Outdoor-Spielplatz umziehen. Der steht jetzt hinter dem Hauptgebäude und wurde etwas abgespeckt. „Ein Spielgerät haben wir dem FC Seestall spendiert, ein zweites der Gemeinde Kaufering für das Lechtalbad.“

Die Anlage braucht viel Strom

In der Surfanlage wird das Wasser mit hohem Druck bergauf gepresst. Dafür wird viel Strom benötigt. 120 Kilowatt sind nötig, 100 Kilowatt kommen von der hauseigenen Fotovoltaikanlage, die die Wasserles im Dezember eigens für die Surferei aufs Dach der Kletterei gebaut haben. „Wir haben damit eine nachhaltige Freizeitanlage geschaffen“, so Markus Wasserle.

Mit der „Surferei“ haben Bianca und Markus Wasserle aus ihrer Sicht eine „perfekte Ergänzung für unsere Kletter- und Boulderanlage und den Indoorspielplatz geschaffen“. Benutzt werden kann die Anlage schon von Kindern ab fünf Jahren. In Betrieb genommen wird sie auch für eine einzelne Person. „Ein Knopfdruck, und schon schießt das Wasser unter lautem Getöse aus den Düsen“, erklären die Betreiber.

Auch die Außensauna ist neu

Regelmäßig wird die Wasserqualität überprüft, denn es bleibt kaum aus, dass Surfer Wasser schlucken. „Für solche Anlagen gibt es noch gar keine DIN-Vorschriften, da wird der gesunde Menschenverstand gebraucht“, schmunzelt Wasserle. Alle vier Wochen wird das Wasser, das im Kreislauf geführt und dank Wasserfilteranlage ständig gereinigt wird, von Fachleuten beprobt. Falls Aufwärmen nach der Surferei nötig ist, steht eine Sauna im Außenbereich zur Verfügung. Und für das Surfer-Feeling à la Hawai gibt es ein Stückchen Sandstrand, Palmen, Beach-Musik und exotische Cocktails oder Bowls (Gerichte in der Schüssel).

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