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Haushalt

27.01.2015

Kindergärten werden für die Gemeinde teurer

Wegen höherer Ausgaben will man in Weil bald an der Gebührenschraube drehen

Der Gemeinderat Weil hat in jüngster Sitzung die Haushaltspläne für die örtlichen Kindergärten, „Spatzennest“ in Weil und „Sonnenschein“ in Schwabhausen, verabschiedet und damit das vom Träger der beiden Betreuungseinrichtungen, dem Kreisverband Landsberg des Bayerischen Roten Kreuzes, vorgeschlagene Zahlenwerk einhellig genehmigt. Für das laufende Kindergartenjahr müssen die Eltern nicht mit steigenden Beiträgen rechnen – trotz steigender Personalkosten. „Die Elternbeiträge bleiben aber im Blickpunkt“, sagte Bürgermeister Christian Bolz auf Nachfrage. Darüber müsse man im Herbst im Gemeinderat für das kommende Kindergartenjahr neu entscheiden.

Die kommunalen Ausgaben für die beiden Kindergärten werden auch in diesem Jahr steigen. Wie Kämmerin Gabriele Notz dem Ratsgremium erläuterte, betrage der Kostenanteil der Gemeinde insgesamt knapp 374000 Euro und liege damit um mehr als 47000 Euro über dem Ansatz des vergangenen Jahres. Ursache seien in erster Linie Mehrkosten im Personalbereich. Wie Notz informierte, seien die höheren Personalkosten in der Einrichtung einer dritten Regelgruppe im Kindergarten Weil begründet (LT berichtete). Dafür musste zusätzliches Personal eingestellt werden. Zudem seien die Tariferhöhung für das laufende Jahr sowie individuelle Stufenanpassungen bereits eingerechnet. Der Anstellungsschlüssel liegt laut Notz in Weil und in Schwabhausen jeweils bei knapp 10,1 Kindern je Betreuungskraft. Das sei gemessen an den gesetzlichen Anforderungen (Betreuungsfaktor 10) eine Punktlandung.

Beide Einrichtungen sind nahezu ausgebucht. Im „Spatzennest Weil“ werden in drei Regelgruppen, einer integrativen Gruppe und der Kinderkrippe insgesamt 99 Kinder betreut – bei 100 Plätzen. Im Kindergarten „Sonnenschein“ Schwabhausen sind 49 der 50 Kindergartenplätze besetzt.

Die Gesamtkosten für die Gemeinde an den beiden Einrichtungen errechnen sich aus dem pflicht-gemäßen Förderanteil von gut 27300 Euro und dem Defizit aus dem laufenden Betrieb von etwas mehr als 100000 Euro. Eingerechnet in die Aufwendungen sei auch die sechsprozentige Verwaltungskostenpauschale des Trägers von insgesamt rund 51000 Euro.

Auf der Einnahmeseite kalkuliere man neben den Elternbeiträgen von rund 158000 Euro mit einer staatlichen Förderung für das „Spatzennest“ in Weil von rund 243000 Euro (2014: 186000 Euro) und für den Kindergarten „Sonnenschein“ mit 85000 Euro (2014: 61000 Euro). Zusätzlich fördert der Bezirk Oberbayern die integrative Gruppe in Weil mit 40000 Euro.

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