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Landsberg
11.10.2021

Der Landsberger Johannes Skudlik spielt im Mailänder Dom

Das Foto zeigt bei der Probe im Mailänder Dom (von links): Martin Baker, Davide Macaluso und Johannes Skudlik.
Foto: Skudlik

Johannes Skudlik führt im Mailänder Dom Jean Guillous „La Révolte des Orgues“ auf. Das Konzert wird für den Landsberger Kantor zu einem Riesenerfolg.

Ob die Kultur, der Sport oder die Mode – in Mailand hat alles seinen ganz großen Auftritt. Wer hier wahrgenommen werden oder gar Eindruck machen möchte, der muss dem Publikum einiges bieten: einen besonderen Ort, ein besonderes Programm, besondere Akteure. All das vereinte ein spektakuläres Konzert unlängst im Mailänder Dom, bei dem Johannes Skudlik, Kantor an der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Landsberg, ein bahnbrechendes Werk und jetzt schon Meilenstein der zeitgenössischen Musik zur Aufführung brachte.

Johannes Skudlik dirigierte Jean Guillous monumentale Komposition für neun Orgeln und Schlagwerk „La Révolte des Orgues“. Seine Uraufführung hatte der Aufstand der Orgeln 2007 in Landsberg und war seither unter anderem in der Berliner Philharmonie, Westminster, der Elbphilharmonie, in Rom, Paris und nun seiner 14. Station, dem Mailänder Dom, zu erleben.

Das Konzert in einer der größten Kirchen der Welt, zu dem coronabedingt nicht mehr als 600 Personen zugelassen waren, war nach nur einer Stunde ausverkauft. Im Publikum mit reihenweise sach- und fachkundiger Prominenz saß unter anderem auch die derzeit an der Scala gastierende Starsopranistin Chen Reiss – und war begeistert. So sehr, dass die Sängerin nach eigenem Bekunden nun versuchen werde, das Event an die Scala zu bringen.

Sie haben dem Mailänder Publikum ein großes Konzerterlebnis bereitet: (obere Reihe von links) Martin Baker, Franco Nicora, Christian Benning, Giulio Bonetto, Johannes Skudlik, Roberto Bonetto, Omar Caputi sowie (untere Reihe von links) Martin Kovarik, Davide Macaluso, Marco Lo Muscio, Saverio Tamburini, Paolo Oreni, und Hansjörg Albrecht.
Foto: Skudlik

Auch Massimo Palombella, der ehemalige Orchesterleiter des Mailänder Doms, zeigte sich beeindruckt von „Maestro“ Skudliks Geschick, „großartige Musiker von internationalem Format zusammenzubringen und in der Begegnung, auch auf menschlicher Ebene, und auf der Basis großen Könnens wunderbare Musik zu machen, die in ihrer Authentizität nichts weniger als bessere Menschen aus uns macht“. Ähnlich wie der erfahrene Kirchenmusiker empfanden es auch einige Landsbergerinnen und Landsberger, die für das musikalische Ereignis nach Mailand gereist waren, unter ihnen Axel Flörke. „Der himmlische Aufstand und Klang der neun Orgeln hat das Kirchenschiff erfüllt. Ein unvergessliches Erlebnis für jeden, der dabei sein durfte“, fasst der Kulturreferent der Stadt Landsberg seinen Eindruck zusammen.

Das Konzert wurde mit erheblichem technischem Aufwand für eine Arte-Produktion mitgeschnitten. Große Bildschirme und eine aufwendige, eigens für diesen Anlass installierte Beschallungsanlage boten dem Publikum direkten Hör- und Sichtkontakt zu allen Musikern, die auf die Apsis der Kathedrale verteilt waren und den Zeichen des Dirigenten teilweise nur über Bildschirme folgen konnten.

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Europas renommierteste Solisten

Eingebunden waren neben den vier Orgeln des Doms fünf weitere, mobile Instrumente, an deren Spieltischen einige Europas renommiertester Solisten saßen, darunter aus London Martin Baker, der vor wenigen Monaten im Rahmen des Orgelsommers in Landsberg gastierte, Hansjörg Albrecht, Münchener Bach-Chor, und Juan de la Rubia, Titularorganist an der Basilica de la Sagrada Familia de Barcelona.

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