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Ausstellung

05.11.2012

Landsberger erzählen Stadtgeschichten

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2 Bilder
Auch musikalisch war die Ausstellungseröffnung typisch Landsberg – mit der Capella Landsbergiana.
Bild: Julian Leitenstorfer

„Typisch Landsberg!“ im Neuen Stadtmuseum

Die Ausstellung „Typisch Landsberg!“ versteht sich als Beitrag zum Stadtjubiläum und möchte persönliche Blickwinkel auf die Stadt und ihre Bewohner sichtbar machen. Das Projekt ist dreiteilig angelegt und ermöglicht unterschiedliche Sichtweisen. Zur Ausstellungseröffnung spielte die Capella Landspergiana in historischen Kostümen.

Selten wurde eine Ausstellung im Neuen Stadtmuseum so langfristig beworben wie diese. Unter dem Motto „Typisch Landsberg!“ rief das Museum vor rund vier Monaten die Stadtbewohner auf, Objekte in das Museum zu bringen, die sie mit ihrer Heimatstadt Landsberg verbinden. Dinge, die stellvertretend stehen für Geschichten, für persönliche Erlebnisse und Gedanken. Museumsleiterin Sonia Fischer machte mit einer Flasche Lechwasser den Anfang. Es ist ein Stück Landsberg, dem andere folgten: Ein Pflasterstein von der Alten Bergstraße, ein Brocken Nagelfluh, der an den Felsabgang am Lechufer erinnert, eine Schachtel alter, handgeschmiedeter Nägel aus einem Altstadthaus am Klösterl, ein Schwemmholz aus dem Lech.

35 Objekte und ihre Bedeutungen

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Insgesamt konnten 35 Objekte zusammengetragen werden. Angesichts von mehr als 28000 Einwohnern ist das eine geringe Ausbeute. Betrachtet man jedoch die Gegenstände in der Ausstellung und liest ihre Geschichten, so stellt sich die Sammlung äußerst vielfältig dar. Auf einer Bühne sind die Dinge versammelt, deren Geschichten so unterschiedlich sind wie die Besitzer selbst. Auffällig viele Objekte erzählen vom Vereinssport, vom Fußball, Boxen, Tanzsport oder Handball. Der Zusammenhang mit Landsberg mag auf den ersten Blick verwundern, doch schaffen gerade Vereine Identifikationen mit ihrem Ort. Das gilt auch für kulturelle Einrichtungen wie die Landsberger Bühne oder die Stadtkapelle Landsberg. Tief verwurzelt mit der Geschichte Landbergs ist das Ruethenfest, für das stellvertretend ein selbst genähtes Kostüm eingereicht wurde. Von der Musikstadt Landsberg und den Orgelsommern erzählt eine Orgelpfeife. Mit der Stadt eng verknüpft sind Unternehmen wie die ehemalige Pflugfabrik, aus der ein riesiger Maschinenschlüssel zu sehen ist. Unvergessen ist auch das Café Zirnheld, von dem ein Kaffeeservice erzählt. Spannend zu lesen sind die persönlichen Geschichten zu Dingen, die auf den ersten Blick gar nichts mit der Stadt zu tun haben. Da sitzt ein 80 Jahre alter Teddybär, der aus Anlass der Ausstellung eine neue Schleife bekam. Diesen Bären brachte Margot Schindele auf ihrer Flucht mit nach Landsberg. Von Landsberg als Zufluchtsort und neuer Heimat erzählt auch eine Kochjacke. Sie gehört Senna Burni, der 1992 als Flüchtling aus Jugoslawien hierher kam. Er begann als Tellerwäscher im Zederbräu und arbeitete sich bis zum Küchenchef hoch.

Die Ausstellung ist im Neuen Stadtmuseum bis 31. Januar, Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Mehr zum Thema finden Sie in der Printausgabe des LT.

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