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Lifeline-Kapitän: Gerichtstermin statt Ehrung

Lifeline-Kapitän: Gerichtstermin statt Ehrung
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
11.07.2018

Es ist schon erstaunlich, der Kapitän Claus-Peter Reisch hätte eigentlich eine Ehrung verdient, landet aber doch vor Gericht. Das ist eine verdrehte Welt, findet LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger.

Früher wurden Menschen, die andere aus großer Not retteten dafür belohnt und genossen hohes Ansehen. Mittlerweile werden sie in manchen Regionen dafür kriminalisiert und müssen mit Strafen rechnen. In Bayern gibt es eine staatliche Auszeichnung die „Bayerische Rettungsmedaille“. Sie wird seit 1. November 1952 verliehen, an Menschen, „die zur Abwendung von Lebensgefahr für Menschen oder zur Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr, ihr eigenes Leben einsetzen.

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Vielen Menschen das Leben gerettet

Der Kapitän Claus-Peter Reisch hat mit der „Lifeline“ vielen Menschen das Leben gerettet. Er sollte so eine Ehrung erhalten. Stattdessen muss er sich auf Malta vor Gericht verantworten und kann auf Kaution einige Zeit zuhause bei seiner Mutter verbringen. Für mich ist das eine verkehrte Welt. Ich bin sehr gespannt, in welcher Weise sich der Freistaat oder die Bundesregierung für den Kapitän einsetzen werden. Denn eine Verurteilung widerspricht Menschenrechtsabkommen. Sie kriminalisiert einen Mann, der eigentlich eine Ehrung verdient hat, für seinen Mut und seine Courage.

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