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18.09.2009

Mehr als 500 Jahre alte Glocke läutete zum Festgottesdienst

Schwabhausen (hewa) - Mit einem Festgottesdienst hat die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz den Abschluss der Innen- und Außenrenovierung ihrer Pfarrkirche gefeiert. Pater Arnold, der die Messe zelebrierte, führte die Gläubigen mit seiner Predigt durch die reichhaltigen Kulturschätze an Altären, Malereien, Deckenfresken und Figuren des Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Gotteshauses, deren künstlerische Gestaltung sich am Patrozinium der Kirche, dem Heiligen Kreuz, ausrichtet.

Mit seinem spätbarocken Hochaltar, den Holzfiguren von Johann Luidl und den Deckenbildern des aus Augsburg stammenden Felix Riegl wird an das heilige Abendmahl, die Kreuzauffindung sowie die Schlacht Kaiser Konstantins bei der Milvischen Brücke im Jahre 312 erinnert, und so stellen sich für Gläubige und Kenner mittelalterlicher Kirchenkunst gleichermaßen ein lohnendes Ziel dar. "Ich bin allen Beteiligten dankbar, dass es gelungen ist, während der ganzen Renovierungsphase einen geregelten Gottesdienstbetrieb sicherzustellen", lobte Pater Arnold die ausführenden Firmen und insbesondere den Architekten und Planer Herbert Pflanz sowie Kirchenpfleger Willi Drexel, "ohne dessen unermüdlichen und nahezu täglichen Einsatz dies sicherlich nicht so problemlos gelungen wäre".

Mit dem feinen Gesang der Chorgemeinschaft Schwabhausen-Walleshausen unter der Leitung von Anton Trohorsch und dem virtuosen Orgelspiel von Marianne Lösch wurde die Messe in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche würdig gestaltet. Für den feierlichen äußeren Rahmen sorgte der Aufzug der Fahnenabordnungen der Dorfvereine. Zum gesellschaftlichen Teil traf sich die Pfarrgemeinde im Anschluss an den Gottesdienst zu einem Stehempfang unter weiß-blauem Himmel, unterhalten von den Klängen der Blasmusik der Musikfreunde Geretshausen.

Anhand aufgestellter Bildtafeln erläuterte Willi Drexel den interessierten Gemeindemitgliedern Art und Verlauf der durchgeführten Arbeiten. So mancher Besucher dürfte angenehm überrascht worden sein, dass zu diesem Anlass eine alte Kirchenglocke aus dem Jahre 1491 präsentiert und geläutet werden konnte. Sie wurde bei Aufräumarbeiten im Zuge der Renovierung gefunden und hat auf wohl wundersame Weise unversehrt den Weg vom Glockenlager in Hamburg aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück in die Heimatgemeinde gefunden.

Renovierung kostete knapp 550 000 Euro

Genaueres war darüber nicht zu erfahren, sie dürfte aber eine der ältesten Glocken des Landkreises sein. "Knapp 550 000 Euro hat die Renovierung von Heilig Kreuz verschlungen. Dieser finanzielle Kraftakt war nur dank der zugesagten Zuwendungen der Diözese, der Gemeinde Weil und der großzügigen Spenden von Vereinen und Kulturfreunden aus dem Dorf zu stemmen", so Kirchenpfleger Drexl.

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