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Pürgen

05.10.2016

Mehrzweckhalle: Wie soll die Fassade aussehen?

Die Mehrzweckhalle in lengenfeld wird saniert.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Pürgener Gemeinderat befasst sich mit der Möglichkeit einer Fotovoltaikanlage für das Gebäude in Lengenfeld. Im November soll die Entscheidung fallen

Rund 200000 Euro wird sie kosten, die Sanierung der Mehrzweckhalle in Lengenfeld. Egal, mit welchen Mitteln die Südfassade abgedichtet werden wird.

Wie bereits berichtet, dringt bei starkem Regen Wasser auf der Hallen-Südseite ein und die Fachleute rätseln nach wie vor, wo die undichte Stelle ist.

Nachdem im Sommer mittels Sofortmaßnahmen der bereits vorhandene Schimmelbefall beseitigt wurde und an der Unterkonstruktion im Innenbereich Ausbesserungen vorgenommen wurden, soll im kommenden Jahr die Außenfassade im Bereich der Dachfenster komplett saniert werden.

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Bereits vor der Sommerpause hatte Planer Robert Schenk dem Ratsgremium Sanierungsvorschläge unterbreitet. Wobei der Gemeinderat seinerzeit dem Vorschlag, die vorhandenen negativ geneigten Dachfenster gegen senkrecht stehende zu ersetzen und gleichzeitig einen schützenden Dachüberstand zu errichten, den Vorzug gab. Die Kosten wurden mit etwa 207000 Euro beziffert. Bereits in dieser Sitzung war der Gedanke aufgekommen, im Zuge der Sanierung eine Photovoltaik-Anlage anzubringen.

Jetzt stellte Schenk eine solche Variante vor. Die Kosten hierfür bezifferte er mit rund 197000 Euro. In diese Photovoltaik-Anlage eingebunden würden fünf Rauch- und Wärmeabzugs-Dachfenster eingebracht. Damit sei für eine ausreichende Belüftung der Mehrzweckhalle gesorgt, betonte Schenk. Laut Planer könnte eine solche Anlage zwischen 125000 und 135000 Kilowatt-Peak Leistung im Jahr erzeugen. „Der Vorteil an dieser Fassade ist, dass es sich hierbei um eine vollständig hinterlüftete Fassade handelt, die absolut dicht ist“, erläuterte er. Ein weiterer Vorteil der Variante sei es, dass die vorhandene Kupferverkleidung erhalten bleiben könnte.

Zu klären sei in jedem Fall aber noch, ob die Statik der Mehrzweckhalle für eine solche, 140 bis 150 Quadratmeter große Fassade geeignet sei.

Gemeinderat Gerhard Strauß merkte an, dass die vorhandenen großen Dachfenster bei Sonnenschein für angenehme Temperaturen in der Halle sorgten und dadurch nicht so oft geheizt werden müsse. Er schlug vor, die PV-Anlage nicht anstelle der Fenster anzubringen, sondern auf das schräge Dach darunter zu setzen. Eine Variante, die laut Bürgermeister Klaus Flüß aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde gar nicht in Frage kommt. „Uns tun die 200000 Euro im nächsten Haushalt schon weh“, merkte der Rathaus-Chef an und dann habe die Ortsumfahrung Lengenfeld in der nächsten Zeit absolute Priorität.

Flüß schlug vor, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen und erst dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Gemeinde Pürgen in Sachen Umweltschutz und Energieeinsparung als Vorbild fungieren müsse.

So einigte sich das Gremium darauf, dass zunächst der Energiebeauftragte der Gemeinde, Werner Lauer, diverse Berechnungen zu Energieeinsparung oder Stromgewinnung anzustellen. Anhand der Ergebnisse soll, nach Möglichkeit in der nächsten Sitzung Anfang November, entschieden werden.

Angestrebt wird, die Sanierungsarbeiten in den Pfingstferien 2017 auszuführen, um den Schul- und Sportbetrieb möglichst wenig zu stören.

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