Newsticker

Corona in Deutschland: Gesundheitsämter melden 7595 Neuinfektionen

Einweihung

21.02.2015

Mittendrin im Leben

Den Abschluss der offiziellen Eröffnung der neuen Räume in der Regens-Wagner-Förderstätte Landsberg vollzogen die Geistlichen Rainer Remmele und Detlev Möller mit dem kirchlichen Segen.
Bild: Ludwig Herold

Neue Förderstätte für Menschen mit Behinderung

Begleitet von einer Fülle an Informationen durch Ulrich Hauser, den Gesamtleiter Regens Wagner Holzhausen, und der Bereichsleiterin Karin Rötzer, aber auch von vielen wohlgesinnten Worten der Ehrengäste wurden gestern im Landsberger „Forum“ an der Münchener Straße die neuen Räume der Regens-Wagner-Förderstätte eröffnet und gesegnet.

Den Grund für die Eröffnung einer Zweigstelle in der Stadt begründete Gesamtleiter Hauser mit dem Hinweis, dass die Räumlichkeiten in Holzhausen keine Aufnahmemöglichkeiten mehr geboten hätten. Deshalb habe Regens Wagner im Juni 2014 den Schritt nach Landsberg gewagt. „Einige von Ihnen werden diese Räume noch als chinesisches Restaurant in Erinnerung haben“, sagte Karin Rötzer. „Doch wie aus Räumen, in denen knuspriges Entenfleisch serviert wurde, ein Arbeits- und Beschäftigungsfeld für unsere Menschen mit Behinderung entstanden ist, können Sie nun selbst betrachten.“

Dass die Entscheidung, mit zwei Gruppen und 16 Erwachsenen nach Landsberg zu gehen, alles andere als leicht gewesen sei, beschrieb Rötzer mit den persönlichen Erfordernissen der betroffenen Menschen. Aller Befürchtungen zum Trotz sei es dennoch die richtige Entscheidung gewesen. Denn die Veränderungen hätten für sie mehr Außenkontakte ermöglicht, so Rötzer. Wenn ohne großen logistischen Aufwand jederzeit verschiedene Einkäufe in unmittelbarer Umgebung getätigt werden oder öffentliche Einrichtungen mit dem Stadtbus leicht erreicht werden können, stelle dies schon wesentliche Weichen für eine gelingende Inklusion. „Ganz nach dem Motto mittendrin, statt nur dabei, sind wir in der Öffentlichkeit sichtbar präsent geworden.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eingehend auf die Reaktion des Umfeldes der neuen Bewohner sagte die Bereichsleiterin ganz offen: „Die anfängliche Skepsis unserer Nachbarn war sicherlich zunächst nachvollziehbar, denn alles Unbekannte verursacht erst mal Ängste. Doch wir hoffen sehr, dass sich in der kommenden Zeit viele Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens bieten und dadurch eventuelle Unsicherheiten abgebaut werden.

Als Ehrengast gratulierte Bezirksrat Josef Loy den Verantwortlichen von Regens Wagner, „dass Sie dieses Wagnis auf sich genommen haben, sich noch einmal ein Stück weit zu öffnen – auch für Menschen mit Mehrfachbehinderungen“. Für ihn eine Situation, die „auch in unserem Land zunehmen wird“. Bürgermeisterin Doris Baumgartl versicherte den Verantwortungsträgern von Regens Wagner, aber auch den Betreuern: „Ich freue mich, dass Sie bereits einen großen Teil Ihres Ausbildungsbereiches nach Landsberg verlegt haben. Die Auszubildenden können jetzt den Weg zur Arbeit selbst bewältigen. Und auch das stärkt ihre Selbstständigkeit.“ Damit biete Landsberg mittlerweile den Menschen mit Behinderung „einen Ort zum Leben und zum Arbeiten“, sagte Baumgartl.

Den Festakt krönten die beiden Geistlichen, Pfarrer Rainer Remmele und Detlev Möller, mit dem Segen der neu gestalteten Räume und der darin lebenden Menschen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren