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Utting

21.10.2019

Nach Hagelunwetter: So helfen die Uttinger der Gärtnerei Streicher

Nach dem Hagelunwetter wurde das beschädigte Glas der Gewächshäuser von Gerlinde und Josef Streicher in einem Flachglascontainer entsorgt.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Plus Nach dem Hagelunwetter dauern die Reparaturen in der Gärtnerei Streicher in Utting noch an. Was noch zu tun ist.

Einige Bürger haben 7590 Euro für die Gärtnerei Streicher in Utting gespendet. Damit wollen sie den Familienbetrieb, der seit 1875 besteht und von Josef und Gerlinde Streicher in fünfter Generation geführt wird, nach dem schweren Hagelschaden am Pfingstmontag finanziell unterstützen. Die Gemeinde hatte kurz nach dem Unwetter ein Solidaritätskonto eingerichtet, auf das gespendet werden konnte. Wofür die Spenden verwendet werden sollen.

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Was die Versicherung bezahlt

Wie berichtet, waren am Pfingstmontag dieses Jahres sieben Gewächs- und vier Folienhäuser der Uttinger Gärtnerei so stark beschädigt worden, dass keines davon mehr intakt war. Den entstandenen Schaden bezifferte Josef Streicher bereits kurz nach dem Unwetter im sechsstelligen Bereich. Die Reparaturen für das Glasdach zahle nach seinen Informationen die Gartenbau-Versicherung. Bei den Folienhäusern werde aber nur der Zeitwert der alten Anlage übernommen, ebenso bei der in Mitleidenschaft gezogenen Technik.

Insgesamt gingen über 1000 Scheiben zu Bruch

Einzelspenden zwischen zehn und 1000 Euro seien eingegangen, und zwar nicht nur von Uttinger Bürgern, berichtete Bürgermeister Josef Lutzenberger bei der Scheckübergabe an Familie Streicher in der letzten Gemeinderatssitzung. Lutzenberger bezeichnete die Spendenbereitschaft als „Akt der Solidarität“. Solidarisch zeigten sich die Uttinger in mehrfacher Hinsicht: Viele halfen beim Aufräumen, bewirteten die Helfer oder kauften weiterhin ein, auch als die Regale vergleichsweise leer waren. Es wurden nämlich nicht nur alle elf Gewächshäuser zerstört, insgesamt gingen 1090 Scheiben zu Bruch und auch die Folienhäuser erlitten Schäden, sondern auch viele Kulturen. Schäden gab es zudem an der Bewässerung.

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Noch laufen die Reparaturen in der Gärtnerei, die Folienhäuser müssen neu bezogen werden, Pflanztische warten auf Ausbesserung, berichten Josef und Gerlinde Streicher dem LT. Bis zum Jahresende dürften die Arbeiten noch andauern. Die Spenden werden zur Reparatur des Energieschirms verwendet, der eine 20-prozentige Energieeinsparung in der Gärtnerei ermöglicht, sagt Streicher und bedankt sich bei allen Spendern.

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