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Landsberg

30.09.2020

Neuer Lechsteg: Am Montag soll es in Landsberg weitergehen

Am Lady-Herkomer-Steg ist es zu Verzögerungen gekommen. An einem Brückenteil musste vor Ort eine Beschichtung angebracht werden.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Eine fehlende Beschichtung verzögert den Einbau eines weiteren Brückenteils in Landsberg. Was das für die Bauarbeiten bedeutet.

Am Freitag wurden bereits neue Teile für den Lady-Herkomer-Steg in Landsberg angeliefert. Die Bauteile, die Mitte September hätten eingebaut werden sollen, lagern aber immer noch auf der Westseite. Was ist der Grund? Und vor allem: Wann werden die Teile eingehoben? Das Landsberger Tagblatt hat nachgefragt.

„Ein Kopfteil war nicht beschichtet“, berichtet der Leiter des städtischen Tiefbauamts, Hans Huttenloher. Die Bauteile seien aus Cortenstahl, der sich selbst durch Rost schütze. An den Stellen jedoch, an denen die Bauteile in Beton eingebettet seien, bedürfe es einer speziellen Beschichtung. Und die hätte eigentlich schon im Werk in Tschechien aufgebracht werden sollen. Da das nicht geschehen war, habe dieser Arbeitsschritt in Landsberg nachgeholt werden müssen. „Und dafür brauchte es die richtigen Witterungsbedingungen.“

Hans Huttenloher hat nun die aktuelle Information, dass dieser Schuss am Montag, 5. Oktober, eingehoben werden soll, und zwar ab 9 Uhr. Wegen des Wetters wurde die für 1. Oktober geplante Aktion verschoben.

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Die Straße muss nicht gesperrt werden

Als Schuss werden die zusammengeschweißten Teile bezeichnet, die am Stück auf die Brückenwiderlager oder Stützen gehoben werden. Für den Lechsteg sind es fünf Schüsse. Die jetzt im Westen zusammengeschweißten Bauteile müssen mit einem Kran auf das westliche Widerlager und Stützen gehoben werden.

Anders als ursprünglich angenommen muss die Von-Kühlmann-Straße nicht gesperrt werden, da der Kranstandplatz laut Huttenloher lechseitig vom Widerlager West eingerichtet wird. Mit drei Tagen Verzögerung seien am vergangenen Freitag auch die Teile angeliefert worden, die jetzt auf der Ostseite zusammengeschweißt werden, wie Hans Huttenloher berichtet. Es habe Schwierigkeiten beim Transport von Tschechien gegeben.

Am Freitag werden weitere Bauteile für die Brücke geliefert

In Landsberg wartete man bereits Anfang September mehrere Tage auf die damals angekündigten Bauteile. Es handle sich um Bauteile des Schusses, der aus elf Einzelstücken bestehe und auf dem Zwischenpfeiler zum Liegen kommen werde. „Die elf Stück werden in zwei Teilen eingehoben.“ Am Freitag, 2. Oktober, werden auch weitere Bauteile erwartet, die dann auf die Vormontagegerüste abgeladen werden.

Insgesamt bedeutet die aktuelle zweiwöchige Verzögerung auf der Westseite kein großes Problem, wie Hans Huttenloher sagt. Denn die Chance, dass die Brücke heuer noch fertig und begehbar sein wird, sind gering, wie der Tiefbauamtschef schon in der Vergangenheit erläutert hatte: Die Beschichtung, die den Brückenbelag zum Abschluss bringt, kann ebenfalls nur bei passenden Witterungsbedingungen erfolgen. Dieser Arbeitsschritt wird voraussichtlich erst im neuen Jahr angegangen werden können.

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