1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Penzing: Wie geht es bei der Dorfgemeinschaft weiter? 

Penzing

26.06.2019

Penzing: Wie geht es bei der Dorfgemeinschaft weiter? 

Da war die Welt noch in Ordnung: (von links) Manfred Schmid (CSU), Peter Hammer und Wolfgang Frei (Dorfgemeinschaft Penzing) bei der offiziellen Präsentation des Bürgermeisterkandidaten.
Bild: Romi Löbhard (Archivfoto)

Eigentlich sollte Peter Hammer Bürgermeisterkandidat der Dorfgemeinschaft Penzing werden. Gewählt wurde aber Dieter Förg. Gibt es jetzt weitere personelle Änderungen?

Es war schon eine Überraschung, dass Dieter Förg bei der Nominierungsversammlung der Dorfgemeinschaft Penzing mehrheitlich als Bürgermeisterkandidat gewählt wurde. Denn eigentlich hatte der Vorstand der Dorfgemeinschaft Peter Hammer unterstützt, der bereits von der CSU nominiert worden war. Hat die Wahl Förgs Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Vorstands der Dorfgemeinschaft? Deren Sprecher Wolfgang Frei kann sich das vorstellen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Wie berichtet, erhielt Dieter Förg bei der Abstimmung im mit mehr als 200 Bürgern restlos voll besetzten Saal des Gasthofs Frank 97 Stimmen, für den vom Vorstand der Dorfgemeinschaft vorgeschlagenen Peter Hammer sprachen sich 66 der 164 anwesenden Stimmberechtigten aus. Eine Stimme war ungültig. Peter Hammer ist Bürgermeisterkandidat des CSU-Ortsverbands Penzing. Er wurde Ende April von der Mitgliederversammlung nominiert. Im März bereits hatten sich CSU Ortsverband und Vertreter der Dorfgemeinschaft Penzing darauf geeinigt, Hammer als gemeinsamen Kandidaten ins Rennen um den frei werdenden Bürgermeisterposten – Johannes Erhard kandidiert nicht mehr – in Penzing zu schicken – vorausgesetzt, wahlberechtigte Bürger sprechen sich bei den Nominierungsversammlungen dafür aus.

Ergebnis ist zu respektieren

Dass es jetzt anders kam und der Bürger nicht Peter Hammer, sondern Dieter Förg, der kurzfristig sein Interesse an einer Kandidatur bekundet hatte, als Bürgermeisterkandidat nominierte, stimmt Wolfgang Frei etwas bedenklich. Die Dorfgemeinschaft werde sich neu sortieren müssen, sagt er unserer Zeitung im Nachgang. „Das Volk hat die Mehrheit“, so Frei, „es ist unseren Weg, den wir gemeinsam mit der CSU gehen wollten, nicht mitgegangen.“ Das sei zu respektieren. „Wir vom Vorstand uns deshalb nach den Sommerferien zusammensetzen.“ Möglich sei, dass für den Herbst eine außerordentliche Versammlung mit Vorstandsneuwahlen anberaumt wird.

Penzing: Wie geht es bei der Dorfgemeinschaft weiter? 

Die Nominierungsversammlung sieht Frei als „gut gelungen“, die Leute hätten sich sehr diszipliniert verhalten. Erfreulich sei das große Interesse der Bürger, „die Veranstaltung verlief sehr positiv“. Das Interesse sei schön, jetzt heiße es aber, dieses in aktive Mitarbeit umzuwandeln. Diese beim Wahlabend bereits geäußerte Forderung bekräftigte er jetzt noch einmal. Zu weiteren Planungen äußerte sich Frei jetzt noch nicht.

Kandidaten wollen ins Gespräch kommen

Kandidat Dieter Förg wird wohl in nächster Zeit viele Gespräche mit Bürgern führen. Das hatte er in seiner Bewerbungsrede bereits mehrfach geäußert. Das hat auch CSU-Kandidat Hammer vor. Sein Angebot einer „Zuhör-Tour“ durch die Wirtshäuser von Penzing und den Ortsteilen gelte natürlich weiterhin, so Hammer. Dabei wolle er hören, was die Menschen beschäftigt und auch den Bürgern Gelegenheit geben, ihn kennenzulernen. Termine seien möglicherweise an den ersten beiden August-Sonntagen. Über die Nominierungsversammlung der Dorfgemeinschaft sagte Peter Hammer, dass die Wahl im kommenden Frühjahr so viele Menschen interessiert und mobilisiert, sei schon mal ein tolles Zeichen. Er selbst hätte sich einerseits ein anderes Ergebnis gewünscht, um die erfolgreich begonnenen Zusammenarbeit fraktionsübergreifend fortsetzen zu können. Andererseits sei mit einem zweiten Kandidaten im kommenden März eine echte Wahlmöglichkeit für die Bürger gegeben.

CSU-Ortsvorsitzender Peter Rief sieht das Ganze ebenfalls sehr positiv. Rief, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, lobte den großen Zuspruch. „Die Leute fühlen sich mitgenommen“, bedeute das für ihn.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren