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Finanzen

01.04.2011

Pürgen plant keine Neuverschuldung

2009 wurde der Anbau für die Krippe der Gemeinde Pürgen in Lengenfeld fertiggestellt. Für 2012 rechnet Bürgermeister Klaus Flüß mit weiteren Investitionen in diesem Bereich.
Bild: Foto: Ulrike Reschke

Im Haushaltsplan sollen mehr Darlehen getilgt als aufgenommen werden. Vorerst sind auch keine weiteren Bauprojekte geplant. Man wartet noch auf die Überweisung diverser Zuschüsse

Pürgen Der Haushaltsansatz der Gemeinde für 2011 stimmt Pürgens Bürgermeister Klaus Flüß zufrieden. „Wir sind dabei, Schulden abzubauen“, sagt er. Wenn ein bis zwei Jahre keine größeren Investitionen kommen und die Gemeinde weiterhin ordentlich – im Bereich von 600 000 bis 700 000 Euro jährlich – tilgt, „macht das gleich 1,2 Millionen, die runterfallen“. Ein Pfund, mit dem die Gemeinde im Vermögenshaushalt wuchern kann, ist der Grundstücksbesitz am Osterfeld und Egelsee in Pürgen sowie in Ummendorf Mitte-West mit einem Wert von rund 700 000 Euro.

„Wir sind mit der Kreditaufnahme niedriger als mit der Rückzahlung, deswegen haben wir keine Neuverschuldung“, sagt Flüß. Darlehen in Höhe von 695 000 Euro sollen getilgt werden. Die Schulden werden kontinuierlich abgebaut. Der Schuldenstand wird, wenn alles nach Plan läuft, zum Jahresende um 100 000 Euro sinken.

Ohne Kämmerer

Pürgen plant keine Neuverschuldung

Bei der Vorlage des Haushaltsplans im Gemeinderat musste der Bürgermeister auf Kämmerer Reimund Hohenauer verzichten, dieser war plötzlich erkrankt. Nach etlichen Vorberatungen im Finanzausschuss und im nicht-öffentlichen Teil der Gremiumssitzungen verabschiedete der Gemeinderat den Etat schließlich einstimmig. Mit Unterstützung von Gemeinderat Markus Burmberger verlas und erläuterte Flüß die wichtigsten Posten und Haushaltsstellen.

Wie schon in den vergangenen Jahren sei der Haushalt so gestaltet worden, dass keinesfalls ein Nachtragshaushalt droht. So habe der Kämmerer bei einigen Stellen eher vorsichtig kalkuliert. 50 000 Euro für Heizöl in Kindergarten und Schule wurden noch mitbeschlossen. Da noch nicht absehbar ist, wie die neu installierte Pelletsheizung im Verbrauch ist, habe man lieber mehr eingestellt, erklärte Flüß.

Aus Maßnahmen der vergangenen Jahre stehen diverse Zuschüsse aus. Bereits 2010 sind einige davon vorausschauend schon nicht eingestellt worden. So erwartet Pürgen aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Sanierung der Schule in Lengenfeld noch 345 000 Euro. Für den Kindergarten stehen noch 100 000 Euro aus. Insgesamt 185 000 Euro wurden 2010 beantragt, 85.000 Euro sind erst auf dem Konto der Gemeinde eingetroffen. Für den 2008/2009 erfolgten Ausbau der Landsberger Straße in Pürgen sind Restzuschüsse von 210 000 Euro „überfällig“, wie es Flüß in der Sitzung formulierte.

Dorferneuerung steuert bei

Die Dorferneuerungsmaßnahmen in Ummendorf kosten die Gemeinde inklusive der Herstellung des Oberflächenkanals (73 000 Euro) rund 400 000 Euro, den Rest der insgesamt 1,1 Millionen Euro soll die Dorferneuerung übernehmen. „Da haben wir einen guten Prozentsatz bekommen“, freut sich Bürgermeister Flüß.

Für 160 000 Euro wird ein „Mali-Truck“ für den Bauhof angeschafft. Der Verkauf des alten MB-Trucks soll 15 000 Euro einbringen. In zwei Jahren müsse die Gemeinde eventuell einen Krippenanbau planen. „Wir haben gigantische Kinderzahlen“, sagte Flüß, „und müssen uns im Herbst Gedanken machen.“

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