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Geltendorf

08.09.2019

Regen: Trachtenumzug in Geltendorf fällt ins Wasser

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7 Bilder
Am Sonntagnachmittag tanzten die Vorplattler der einzelnen Trachtenvereine aus dem Huosigau im Festzelt. Zuvor hatte wegen des Regens der Festumzug durch Geltendorf abgesagt werden müssen.
Bild: Alwin Reiter

Das Finale der Huosigau-Heimattage in Geltendorf läuft anders ab als geplant. Wie die Trachtler umdisponieren.

Im Gegensatz zum Dreschfest am Sonntag vor einer Woche hatte der Wettergott dieses Mal kein Einsehen: Um die Mittagszeit begann es in Geltendorf so zu regnen, dass der Festzug als krönender Abschluss der Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum des Heimat- und Trachtenvereins und der Huosigau Heimattage abgesagt werden musste. Die Geltendorfer wussten sich zu helfen. Anstelle einer – natürlich schöneren – Präsentation der teilweise sehr reichen Trachten während eines Umzugs bei strahlender Sonne zeigten sich die Trachtler und anderen Gruppen mit einem Defilee über die Bühne im Festzelt.

Auf den Kopfschmuck kommt es besonders an

Alle, die ihre Teilnahme angemeldet hatten, seien angereist, merkte Vereinsvorstand Wolfgang Kurz an, vom unsicheren Wetter habe sich niemand abhalten lassen. Es lohnte sich also, im Festzelt beim Bürgerhaus vorbeizuschauen und das nicht nur, um den Gästen die Ehre zu erweisen. Bei dieser Buntheit der unterschiedlichen Trachten aus verschiedenen Regionen kam das Auge nicht zu kurz. Neben schmucken Trachten von Männern und Frauen war es vor allem der Kopfputz der Mädchen und Frauen, der Blicke anzog. Sie trugen wertvolle Krönchen oder Hüte in allen Farben und Formen, darauf Gamsbärte, Blütengebinde, Silberschmuck. Besonderes Augenmerk hatte beim „Aufputzen“ der Frisur gegolten. Zwischen und auf dem kunstvoll drapierten Haar funkelten silberne Blümchen, Sternchen, barocke Haarnadeln.

Kutschen – drei waren vorgesehen – Leiterwagerl und sonstige Gefährte konnten halt nicht gezeigt werden. Das kunstvoll herbstlich geschmückte Wagerl des Obst- und Gartenbauvereins beispielsweise musste in seinem Zwischendomizil Bürgerhaus bleiben, die Kutschen und Pferde unter anderem für die Ehrengäste von den Bürgermeistern aus Geltendorf und umliegenden Gemeinden über Landrat Thomas Eichinger bis zum Bundestagsabgeordneten Michael Kießling reisten schnell ab.

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Auch an den anderen Tagen war viel los

Jubiläum und Heimattage starteten am Freitag mit einem traditionellen Abend. Dieser sei bereits sehr gut besucht gewesen, hieß es aus der Vorstandschaft des Trachtenvereins. Vom Samstag allerdings sei er getoppt worden. Beim Partyabend mit Liveband hätten sich nicht nur viele Geltendorfer Bürger vergnügt. Auch die Nachbarorte waren vertreten. So habe es sogar Mannschaftsausflüge des TSV Türkenfeld ins Festzelt nach Geltendorf gegeben, wussten die Organisatoren.

Auch beim Gottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche „Zu den Heiligen Engeln“ drängten sich die Besucher. Im Festzelt tanzte zunächst der Trachtlernachwuchs, dann zeigten die Vorplattler der Vereine ihren jeweiligen Stil.

Am Sonntagabend beginnt schon der Abbau

Ohne unermüdliche Ehrenamtliche kann so ein Fest nicht gestemmt werden. „Drei Wochen Urlaub sind draufgegangen“, erklärte eine der Helferinnen. Auch müsse ein gewisses finanzielles Polster vorhanden sein, schließlich sei die Durchführung einer solchen Veranstaltung mit einigen Kosten verbunden. Aus dem Grund habe der Verein den Getränkeausschank selbst übernommen, Kuchen seien gänzlich gespendet worden. Dank der zusätzlichen Unterstützung vieler Sponsoren aus den umliegenden Orten und Landkreisen könne ein immer drohendes Defizit verhindert werden.

Und am späten Sonntagabend, als der letzte Gast das Festgelände verlassen hatte, sollte schon der Abbau des Zeltes beginnen.

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