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Auftragsvergabe

29.08.2020

Reischer Talweg: Kita wird teurer

Welche Gründe zur Kostensteigerung in Landsberg führen

Die Vergabe der Baumeisterarbeiten für die geplante Kindertagesstätte am Reischer Talweg stand auf der Tagesordnung in Landsberg. Noch spannender in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses des Stadtrats war die Information, dass nach der aktuellen Kostenberechnung mit Ausgaben von 5,5 Millionen Euro zu rechnen ist statt 4,7 Millionen, wie noch vor einem Jahr gedacht.

Grund für die Kostenmehrung ist unter anderem die Umplanung des Gebäudes, wie in der Sitzung dargelegt wurde. Im Juli 2019 hatte man beschlossen, das Gebäude im Modulbau zu errichten, Kostenpunkt: 4,7 Millionen Euro. Doch im Februar 2020 wurde das revidiert, die Kindertagesstätte soll als Hybridbau mit einem Eingangs- und Erdgeschoss in Massivbau und einem Obergeschoss in Holzbau ausgeführt werden. Außerdem kommt noch eine Fotovoltaikanlage hinzu. Somit liegen die aktuell berechneten Kosten bei 5,5 Millionen Euro.

Die Ausgaben könnten sich noch weiter erhöhen, denn Mehrkosten bei den Auftragsvergaben sind noch nicht einberechnet. Bei den Baumeisterarbeiten sind es rund 78000 Euro mehr als berechnet, insgesamt beläuft sich der Auftrag für dieses Gewerk auf etwas mehr als eine Million Euro. „Wir sind ursprünglich bei 3,6 Millionen Euro gestartet und liegen jetzt bei 5,5 Millionen Euro“, sagte Stadtrat Christian Hettmer (CSU). Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) betonte, dass die Teuerung nicht alleine auf die Umplanung zurückzuführen sei. Wolfgang Weisensee (Landsberger Mitte) – die Landsberger Mitte hatte damals gemeinsam mit der UBV die Holzbauweise beantragt – wies daraufhin, dass auch schon andere Bauprojekte ohne Umplanung aus dem Ruder gelaufen seien. Er brachte noch einmal in Diskussion, dass es möglich sei, öffentliche Gebäude privat bauen zu lassen, um so kostengünstiger zu bleiben. Die Oberbürgermeisterin unterbrach jedoch und wies daraufhin, dass diese Diskussion bereits im Februar geführt worden sei.

Weitere Beschlüsse aus der Sitzung:

Die Stadt wird sich für das Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus 2021 bewerben. Der Auftrag für die Tragwerksplanung wurde an ein Münchner Ingenieurbüro vergeben. Kostenpunkt: 128500 Euro.

Wegen der Corona-Hygienevorschriften wird es schwierig, im Oktober eine turnusmäßige Wahl für den Seniorenbeirat durchzuführen. Diese wird um ein Jahr verschoben und der bisherige Beirat bleibt kommissarisch im Amt. (smi)

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