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Soziales

01.02.2021

Ruhe im Landsberger Westen

Im August wurde die Quartiersmanagerin Stefanie Auer (Mitte) vorgestellt, jetzt zog sie eine erste Bilanz ihrer Tätigkeit.

Seit Mai gibt es eine Quartiersmanagerin in Landsberg. Doch die tut sich in Corona-Zeiten schwer

Seit Anfang Mai ist Stefanie Auer Quartiersmanagerin im Landsberger Westen. Das Gebiet, das sie betreut, reicht vom Gewerbegebiet im Norden bis zum Schongauer Dreieck im Süden sowie im Westen vom Klinikum bis zur Schwaighofsiedlung im Osten. Über 10000 Menschen leben dort. Doch wie soll sie die Bewohner in Zeiten der Corona-Pandemie erreichen? In der Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses des Stadtrats berichtete sie über ihre Arbeit.

Seit Mitte Juli ist Stefanie Auer in ihrem Büro am Ulrichsplatz, dem früheren „Ulrichs-Stüberl“. Von dort aus hat sie in den vergangenen Monaten einige Aktionen gestartet. Unter anderem einen Spaziergang durchs Quartier mit Schülern der Platanenschule, bei dem die Kinder erzählen durften, was ihnen in ihrem Quartier gefällt und was nicht. Bei der Zaunaktion vor dem Büro erhielten Kinder Bastelmaterial, an Weihnachten schrieben Kinder Karten, die an Senioren verteilt wurden. Ansonsten sei es schwer gewesen, im Lockdown Aktionen durchzuführen. „Es ist nicht ganz einfach unter diesen Bedingungen“, sagte daher auch Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV).

Dabei steht Stefanie Auer laut Beschluss des Stadtrats ein jährlicher Verfügungsfonds in Höhe von 15000 Euro für Projekte des Quartiersmanagements zu. Für 2020 und 2021 liegt bereits der Bewilligungsbescheid der Regierung von Oberbayern als Förderstelle vor: Vorbehaltlich der endgültigen Festsetzung werden für den Zweijahreszeitraum 60 Prozent Förderung vorläufig bewilligt. Pro Jahr sind das 9000 Euro.

Über die Finanzierung von Projekten mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds entscheidet Stefanie Auer beziehungsweise der Quartiersbeirat, dem Stadträte, Verwaltungsmitarbeiter und Akteure aus dem Quartier angehören. Eigentlich sollte der Beirat mindestens drei Mal pro Jahr tagen. Doch bislang hat noch kein Treffen stattgefunden. Das erste sei geplant, sobald es die momentan gegebenen Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder zulassen.

Stefan Meiser (ÖDP) wollte wissen, wie die Gruppe der Zuwanderer im Beirat vertreten sind. Denn immerhin seien rund 22 Prozent der Bewohner im Landsberger Westen Zuwanderer. Stefanie Auer sagte, dass neben Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern derzeit vor allem Vertreter verschiedener Organisatoren seien. „Wir wollen aber Privatpersonen dazu holen.“ Dass das im Moment schwierig ist, räumte Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne) ein. Petra Ruffing (CSU), selbst Mitglied des Quartiersbeirats, sagte, sie würde es begrüßen, wenn zumindest ein Online-Treffen möglich wäre. (wu)

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