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Ignaz-Kögler-Gymnasium

16.05.2015

Sich die Welt wieder heil singen

Die knapp 50 vor allem weiblichen Sänger des Unterstufenchors ließen sich beim IKG-Frühlingskonzert von Agnes Flatz unter anderem mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen in sicher intonierte Höhen führen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Schulchöre präsentieren beim Frühlingskonzert ein großes Repertoire kultiger Unterhaltung

Musik kann Halt und Heil geben, erklärte Ursula Triller beim Frühlingskonzert am Ignaz-Kögler-Gymnasium. Die Schulleiterin spielte damit auf Kinder in nepalesischen Erdbebengebieten an, die sich mit Liedern schützen, sich „die Welt heil singen“. Das war in Landsberg glücklicherweise nicht notwendig. Die vielen Besucher in der Aula der Schule konnten sich einfach erfreuen an dem, was die Musiklehrer Marianne Lösch, Agnes Flatz und Martin Heller mit den Sängern und Instrumentalisten einstudiert hatten.

Das Konzert war vor allem geprägt von kultigem Pop. So eröffnete das Vororchester (Marianne Lösch), und hier vor allem das Schlagwerk-Register, den Abend mit einem flotten, rhythmisch ausgereiften „Malletino“. Bei dem Bastille-Hit „Things we lost“ beeindruckte die saubere Spielweise der ersten Geigen. Die knapp 50 vor allem weiblichen Sänger des Unterstufenchors ließen sich von Agnes Flatz (Leitung und Unterstützung am Klavier) mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen in sicher intonierte Höhen führen.

Der Große Chor nahm mit auf eine Reise durch die Epochen. Unter der Leitung von Agnes Flatz sangen sie über „Rosmarin“ (Johannes Brahms) in der für den Komponisten typischen, dichten Harmonik. Überzeugend auch der Einstieg der kräftigen Männerriege bei „Witness“, einem religiösen Song von Jack Halloran. Der für Chor adaptierte Rammstein-Hit „Engel“ gehört für viele Gesangsensembles längst zum beliebten Repertoire.

Der Große Chor des IKG überzeugte bei dem anspruchsvollen Arrangement mit klanglicher Ausgewogenheit und transparenter Polyphonie. Ziemlich mutig war es von Martin Heller, mit dem von ihm geleiteten Schulorchester einen Satz von Dvoraks „Sinfonie aus der Neuen Welt“ einzustudieren. Ein Experiment, das als gelungen angesehen werden kann: Die Nachwuchsmusiker meisterten heikle Übergänge, Tempo- und häufige Registerwechsel mit Bravour. Dabei war sogar noch Platz für gefühlvoll-musikalisches Spiel. Eingerahmt war der Satz vom Marsch aus Tannhäuser (Wagner) und „Bugler’s Holiday“ von Leroy Anderson, der bekannt ist für ausgefallene Stücke. Hier durften David Gansser, Matthias Häckl und Stephan Lichtenstern mit ihren Trompeten frech und pfiffig Zwiesprache halten mit dem „Rest“ des Orchesters. Ein erstaunlich gut gelungenes Wagnis war es auch, den Queen-Titel „Bohemian Rhapsody“ mit Chören und Orchester aufzuführen. Hier durfte Englischlehrer Tobias Katzenschwanz seine E-Gitarre solistisch rocken lassen. Die noch nicht allzu lang bestehende Big Band (Martin Heller) beschloss den ansprechenden, musikalischen Abend mit drei Stücken, die unterschiedliche Möglichkeiten für derartige Ensembles aufzeigten. (löbh)

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