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14.07.2010

Sicherlich nicht die letzte Baumaßnahme

Nach fast 20 Jahren ist die Sanierung des Landsberger Klinikums angeschlossen. Am Freitag und Samstag wird das gefeiert. Foto: Sibylle Seidl-Cesare
Bild: Sibylle Seidl-Cesare

Landsberg Es war sicherlich nicht die letzte Baumaßnahme am Landsberger Klinikum. Dennoch: Im Juni wurde die Gesamtsanierung abgeschlossen - nach beinahe 20 Jahren. Grund genug zum Feiern. Eine feierliche Eröffnung mit geladenen Gästen und ein Tag der offenen Tür am Samstag (siehe Infokasten) bilden dafür den Rahmen. Der Wandel wird das Klinikum aber auch danach begleiten. "Viele Aufgaben liegen noch vor uns", sagt Christof Maaßen, der Vorstand des Klinikums. Anpassungen und Verbesserungen seien auch in Zukunft notwendig.

In den vergangenen sechs Jahren wurden Erd- und Untergeschoss des ursprünglichen Gebäudes saniert. Nach 35 Jahren im Betrieb erhielt dieser Bereich ein neues Gesicht. Das bemerken die Besucher bereits im Eingangsbereich. Viele werden sich noch an das kleine Aquarium erinnern, hinter dessen dicken Glasscheiben Fische schwammen. Es ist schon lange Vergangenheit.

Einer, der maßgeblich an der Sanierung beteiligt war, ist Landrat Walter Eichner. Er war von 1984 bis 1988 Leiter der Verwaltung und von 1994 bis 2002 Geschäftsführer des Krankenhauses. Er erinnert sich an eine schwierige Baustelle. Während des laufenden Betriebs wurde unter anderem Beton gesägt und geschnitten, zudem dröhnten Presslufthammer. "An manchen Tagen war ich mit Ohropax und Piccolos unterwegs", sagt Eichner. Damit warb er bei den Patienten um Verständnis.

Im Jahr 1968 wurde das Krankenhaus in Betrieb genommen. Rund 25 Jahre wurde baulich nichts verändert. Anfang der 90er Jahre machten die technische Entwicklung und die geänderten Bedürfnisse eine Anpassung notwendig. Unter der Leitung des Münchner Architekten Henning Lensch wurde das Gebäude Schritt für Schritt erweitert und saniert.

Sicherlich nicht die letzte Baumaßnahme

Fünf Bauabschnitte in den vergangenen 17 Jahren

Im ersten Bauabschnitt (1993 bis 1995) wurde das Hauptgebäude im Osten erweitert. Es entstanden eine neue Operationsabteilung, eine neue Nothilfestation und im ersten Obergeschoss eine neue Entbindungsabteilung. Parallel dazu wurde eine eigenständige Dialyseabteilung als Pavillonanbau erreichtet.

In erster Linie Umbaumaßnahmen im Anschluss an diese Erweiterung umfasste der zweite Bauabschnitt (1996 bis 1998). Am Ende der Maßnahme standen unter anderem eine Intensivpflege und eine Zentralsterilisation.

Der Schwerpunkt der Erneuerung lag in den Jahren 1998 bis 2002 (dritter Bauabschnitt). Im sechsgeschossigen Baukörper auf der Südseite entstanden neue Pflegezimmer mit Nasszellen, eine neue Physikalische Therapie und die Erweiterung der Röntgenstation. Die Räumlichkeiten des vierten und fünften Obergeschosses nutzt seither der Bezirk Oberbayern praktisch mit einem eigenen Haus im Haus für eine psychiatrische Klinik mit 74 Betten sowie eine psychiatrische Tagesklinik (15 Plätze).

Während des vierten Bauabschnitts (2002 bis 2004) erfolgte die Sanierung des alten Bettenhauses vom ersten bis zum fünften Obergeschoss. Die Ausstattung der Bettenzimmer entspricht dem Standard der Süderweiterung. Im vierten und fünften Obergeschoss wurden die Pflegestationen der psychiatrischen Klinik untergebracht.

Zum Abschluss der Gesamtsanierung (fünfter Bauabschnitt) in den vergangenen sechs Jahren konzentrierten sich die Arbeiten auf die Sanierung von Erd- und Untergeschoss des Bestandes.

Einweihung Mit einer feierlichen Einweihung mit geladenen Gästen beginnen am Freitag, 16. Juli, die Feierlichkeiten zum Abschluss der Gesamtsanierung. Dabei erfolgten die Schlüsselübergabe und die Enthüllung eins Widmungssteins.

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