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Scheuring

25.04.2015

Sie suchen nach der Vergangenheit

Lothar Raschka und Iris Finsterer sammeln gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus der Dorferneuerung alte Bilder und Geschichten aus Scheuring. Für den 1. Mai planen sie nun eine Austellung.
Bild: Thorsten Jordan

Einige Scheuringer haben es sich zum Ziel gesetzt, alte Dorfgeschichten zu sammeln und zu archivieren. Im Mai findet die erste Ausstellung statt.

Die Vergangenheit des Dorflebens noch einmal aufzuarbeiten und darzustellen – das haben sich einige Scheuringer vorgenommen. Dabei suchen und sammeln sie Beiträge aus dem Dorf, ob Erzählungen, kleine Geschichten, Erinnerungen oder alte Fotos. Die Freiwilligen um Lothar Raschka und Iris Finsterer sind alle Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Scheuring. Sie wollen die Dorfgeschichte auch für die Nachkommen noch greifbar machen und das vergangene Dorfleben nicht in Vergessenheit geraten lassen.

„Es können Geschichten über Brauchtümer, das Leben, die Arbeit, aber auch über die Freizeit und Gemeinschaft sein“, erzählt Raschka. „Eben Geschichten aus dem täglichen Leben. Sie sollen den Dorfbewohnern eine Freude bereiten, sich an damals zu erinnern“, sagt er. „Auch die Jugend soll davon profitieren und ein Stück über die Vergangenheit ihrer vorangegangen Generationen erfahren.“

Im Januar riefen Lothar Raschka und Iris Finsterer gemeinsam mit Bettina Hein-Köhler, Cordula Schamper und Thomas Klarer im Gemeindeblatt dazu auf, in den alten Erinnerungen zu kramen und in den Fotoalben zu stöbern. „Zuerst war die Resonanz eher gering, doch dann gingen wir mit der Suche noch mehr in die Offensive und sprachen Leute direkt an“, erzählt Raschka. „Wir haben schon tolles Material bekommen, aber wir sind auch immer noch auf der Suche.“ Besonders Bilder und Geschichten von alten Wirtschaften und Brauchtümern würden sie noch dringend suchen, ergänzt Iris Finsterer.

Denn am 1. Mai soll die erste Ausstellung der bisherigen Sammlungen in der Gastwirtschaft Klarer stattfinden. Die Ausstellung solle als Türöffner für weitere Geschichten dienen und bei den Betrachtern noch mehr Erinnerungen wecken. „Wir werden dann auch vor Ort sein und weitere Geschichten und Erzählungen entgegennehmen“, sagt Raschka. Die Sammlungen werden dabei in verschiedenen Kategorien vorgestellt. „Es ist von den unterschiedlichen Gewerben bis hin zu Bildern aus der Freizeit alles dabei“, sagt Finsterer. „Wir hoffen auch, dass sich die Leute gemeinsam erinnern und zusammen Geschichten von Früher erzählen.“

Doch mit der Ausstellung soll das Projekt noch lange nicht zu Ende sein, erzählt Raschka. „Es ist ein Projekt über einen längeren Zeitraum und eins, das reifen muss“, sagt er. „Es sollen auch noch Sammlungen in Buchform entstehen“. Dabei könnten auch Jugendliche ihre Eltern oder Großeltern interviewen und die Geschichten an die Dorferneuerung weitergeben. „Wir sind über jeden Beitrag dankbar und wollen möglichst viele verschiedene Perspektiven und Stile mit einbringen“, betont Finsterer, denn es würden auch in der Zukunft noch viele Archivierungen des alten Dorflebens folgen.

Kontakt: Wer alte Bilder hat und sie der Dorferneuerung zur Verfügung stellen will, kann sich unter anderem bei Lothar Raschka unter der Telefonnummer 08195/1582 oder bei Iris Finsterer unter Telefon 08195/931588 melden.

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