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Hospiz- und Palliativverein

17.04.2018

Spezielle Hilfe für trauernde Kinder

Neuwahlen beim Hospiz- und Palliativverein Landsberg (von links): Josef Binswanger, Erich Püttner, Christine Schwarzelmüller, Renate Filgertshofer, Gerd Plotz und Roswitha Schmidbaur.
Bild: Antje Thalmayr

Es wird gewählt ein neues Projekt vorgestellt

Neuwahlen und ein neues Projekt standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Hospiz- und Palliativvereins (HPV) Landsberg. Der wiedergewählte Vorsitzende Erich Püttner stellte das Projekt „Kindertrauer“ vor. Aufgrund vieler Anfragen wird der HPV zukünftig spezielle Hilfe für trauernde Kinder anbieten. In Zusammenarbeit mit dem Kommunikationspsychologen Oliver Junker sowie dessen Ehefrau und Palliativfachkraft Maria Junker bietet der Verein die Möglichkeit für eine geschlossene Kindertrauergruppe.

„Die Anfragen und die Erwartungen an uns sind sehr gewachsen“, meinte Püttner in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr. „Die Verbesserung des Palliativgesetzes bringt eine höhere Förderung, dadurch waren wir in der Lage, unser Personal entsprechend aufzustocken.“ Der Verein (450 Mitglieder) genieße eine hohe Akzeptanz und Anerkennung und Achtung im gesamten Landkreis.

Über die Einrichtung einer SAPV, einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, berichtete Vorstandsmitglied Josef Binswanger, Oberarzt im Klinikum Landsberg. Der Einzugsbereich für Landsberg sei nicht groß genug, um eine eigene SAPV aufzubauen, daher werden Kooperationsmöglichkeiten mit den SAPV-Teams der angrenzenden Landkreise Ostallgäu, Fürstenfeldbruck, Schwabmünchen und Weilheim-Schongau geprüft. „Wir werden einen Modus mit anliegenden Teams finden, um die allgemeine ambulante Palliativversorgung zu unterstützen“, sagte Josef Binswanger.

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Über die Trauerbegleitungen berichteten die fünf Koordinatorinnen des Vereins, Tina Dengel, Heidi Gampel, Jutta Krobbach, Ruth Loose und Antje Thalmayr. 85 Ehrenamtliche begleiteten im vergangenen Jahr über 100 Menschen in ihrer letzten Lebensphase. 1500 Stunden Begleitungszeit wurden geleistet. Mehr und mehr Anfragen kämen zu palliativer Beratung. „Wir freuen uns, dass wir wieder 14 neue Hospizbegleiterinnen und einen Hospizbegleiter im letzten Jahr ausbilden konnten“, berichtet Gampel. Sie wird zukünftig die Ausbildung koordinieren, da die langjährige Ausbildungsleiterin Angelika Pinzer-Pascalino sich aus Altersgründen zurückziehen wird.

Große Nachfrage und Beratungsbedarf besteht beim Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“. Dr. Heinrich Grosse Kleimann, Gerd Plotz und Stefan Wagner standen sowohl für zahlreiche Vorträge, aber auch für 155 persönliche Beratungen zur Verfügung.

Heidi Gampel wies in ihrem Tätigkeitsbericht über die Trauerarbeit darauf hin, dass die monatliche Trauergruppe fester Bestandteil des Angebots des Vereins ist. Zusätzlich fanden 22 Einzelgespräche statt.

Bei den Neuwahlen wurden fünf Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt (Vorsitzender Erich Püttner, Zweiter Vorsitzender Gerd Plotz, Schatzmeisterin Christine Schwarzelmüller und die Beisitzer Josef Binswanger und Roswitha Schmidbaur). Carmen Kraus stand für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung, ihr folgte Renate Filgertshofer als Schriftführerin nach. (lt)

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