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Pürgen

20.04.2018

St. Georg sieht aus wie neu

Die Sanierung der Pfarrkirche St. Georg in Pürgen ist abgeschlossen. Auch die Darstellung des Christopherus an der Außenfassade wurde restauriert. Am Sonntag können sich die Gläubigen ein Bild davon machen.
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Die Sanierung der Pfarrkirche St. Georg in Pürgen ist abgeschlossen. Auch die Darstellung des Christopherus an der Außenfassade wurde restauriert. Am Sonntag können sich die Gläubigen ein Bild davon machen.
Bild: Thorsten Jordan

Die Pfarrkirche St. Georg in Pürgen erstrahlt nach ihrer Restaurierung in neuem Glanz. Am Sonntag wird sie den Gläubigen offiziell vorgestellt.

Es ist vollbracht. Die Fassade der Pfarrkirche St. Georg in Pürgen, die in ihrem Inneren eine echte Rarität beherbergt, strahlt in neuem Glanz. Die Stuckelemente an der Flachdecke im Kircheninnenraum sind gesichert und das marode Dachtragwerk saniert. Damit ist das Großprojekt Kirchensanierung, das bei einer ersten Begehung im Jahr 2011 ins Rollen gebracht wurde, abgeschlossen. Und das soll gefeiert werden: am Sonntag, 22. April, mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Sektempfang.

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Dezentes Grau statt grelles Gelb

Strahlendes Weiß und dezente Grautöne prägen seit vergangenem Jahr die Außenfassade der Pfarrkirche, die zuvor, wie so viele Kirchen im Landkreis, mit der Farbkombination Weiß und Gelb versehen war. Kirchenpfleger Hubert Ebenhoch erzählt: „Die gelbe Farbe war keine Originalfarbe, die wurde im Landkreis anscheinend vor einigen Jahren gerne für Kirchen genutzt. Jetzt haben wir uns für das dezente Grau entschieden, der Vorschlag kam vom Landesamt für Denkmalpflege.“ Das wirke edel und bringe die ebenfalls restaurierten, an drei Seiten des Kirchturms zu sehenden Ziffernblätter und Uhrzeiger noch besser zur Geltung.

Und auch das große Gemälde, das außen am Chorraum zu sehen ist, könne seine Wirkung wesentlich besser entfalten. Es zeigt, wie Kirchenmaler Markus Pfister im Gespräch mit dem LT erläutert, den heiligen Christophorus und wurde vermutlich um 1500 gemalt, nachdem die gotische Kirche erbaut wurde.

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Das Projekt bleibt unter der Kostenschätzung

Die frisch gestrichene Fassade fällt Passanten und Kirchenbesuchern sofort ins Auge. Weniger sichtbar für die Öffentlichkeit, im Rahmen des Sanierungsprojektes aber der Teil, dem eine wesentlich höhere Bedeutung zuzumessen ist, ist die Instandsetzung der Stuckhaftung im Kircheninnenraum und die Erneuerung des Dachgebälks. „Bevor mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten begonnen werden konnte, mussten die Mineralwolldämmung durch eine Spezialfirma ausgebaut werden“, sagt Kirchenpfleger Ebenhoch. Im September 2016 hätten dann die Zimmerer ihre Arbeit aufnehmen und die Schäden am Dachgebälk beheben können. Im Zuge dessen seien auch Maurer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten ausgeführt worden. Das alles dauerte bis Juli 2017, sagt Ebenhoch. In dieser Zeit war die Kirche unter der Woche geschlossen, Gottesdienste an den Wochenenden seien aber uneingeschränkt möglich gewesen.

Bis kurz vor Weihnachten dauerten die Arbeiten, die laut Ebenhoch bislang rund 470.000 Euro gekostet haben. „Noch ist aber nicht alles abgerechnet“, sagt der Kirchenpfleger. „Aber wir bleiben auf jeden Fall unter der Kostenschätzung, die bei 560.000 Euro lag.“ Zuschüsse habe es auch gegeben, ohne die sei ein solches Unterfangen ja gar nicht zu stemmen. „Die Bischöfliche Finanzkammer trägt 360.000 Euro der Kosten, die Gemeinde hat bis jetzt einen Zuschuss in Höhe von fast 35.800 Euro geleistet und die Sparkasse hat uns 2000 Euro gespendet“, sagt Hubert Ebenhoch.

Die Uhr wird noch von Hand aufgezogen

Das Christophorus-Gemälde an der Außenfassade von 1500 ist bei Weitem nicht das älteste Kunstwerk, das in der Pfarrkirche zu finden ist. In der kleinen Taufkapelle unter dem Kirchturm befinden sich Fresken, die um 1380 entstanden sein müssen. 1899, so ist auf einer Inschrift zu lesen, sind die Malereien wieder aufgedeckt und 1905 noch einmal restauriert worden. Dazu sagt Kirchenmaler Pfister: „Diese Taufkapelle ist einzigartig, etwas ähnliches gibt es nur noch in Beuerbach und natürlich in Altenstadt.“

Und noch eine Besonderheit weist die Pfarrkirche St. Georg in Pürgen auf: Die Turmuhr, deren Ziffernblätter wieder in glänzendem Gold erstrahlen, wird bis heute täglich von Hand aufgezogen.

Termin Am Sonntag, 22. April, wird das restaurierte Gotteshaus bei einem Festgottesdienst offiziell vorgestellt. Für die musikalische Umrahmung der Messe, die um 10 Uhr beginnt, sorgt der Männergesangsverein Pürgen-Hofstetten. Danach ist ein Sektempfang im kirchlich-gemeindlichen Zentrum geplant.

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