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VfL-Krise: Kein Ende in Sicht

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Kommentar Von Dominic Wimmer
17.03.2019

Beim VfL Kaufering ist Feuer unterm Dach: Streit in den Abteilungen und kein neuer Vorstand. LT-Redakteur Dominic Wimmer blickt hinter die Kulissen des riesigen Sportvereins.

Es ist ein ziemlich jämmerliches Bild, das einer der größten Sportvereine im Landkreis abgibt: zuerst der Ärger bei der Schwimmabteilung, jetzt der Eklat bei der Jahresversammlung des Hauptvereins. Der VfL Kaufering steht vor einer ungewissen Zukunft. Die bisherige Vorstandsriege um Bernhard Mödl hat frühzeitig bekannt gegeben, dass sie aufhören will. Mit Dr. Michael Erl stand auch ein potenzieller Kandidat fürs Amt des Vorsitzenden in den Startlöchern. Allerdings – so hörte man bereits seit einiger Zeit hinter vorgehaltener Hand – würde es mit ihm wohl so etwas wie den „VfL Karate Kaufering“ geben.

Die Kommunikationsprobleme sind offensichtlich

Sicherlich waren Erls Ziele sehr eng mit den Interessen der Kampfsportler verbunden. Fraglich auch, wie seine Pläne für die Gaststätte Lechau in der Praxis umgesetzt werden hätten können. Denn ein Café in einer umgestalteten Lechau hätte wohl für den aktuellen Pächter der Gaststätte das Aus bedeutet. Der vorzeitige Abgang Erls noch während der Sitzung wirft kein gutes Licht auf ihn und auch nicht auf den Verein insgesamt. Denn offensichtlich lag hier ein massives Kommunikationsproblem vor. Erls Vorwürfe gegen Bernhard Mödl wiegen schwer. Doch auch der scheidende Vorsitzende machte am Versammlungsabend unmissverständlich klar: Beim VfL brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Anders sind die zweideutigen Aussagen nicht zu verstehen.

Es wird Zeit, die Gräben zuzuschütten

Schade, dass bei diesem Sportverein, der über traumhafte Anlagen verfügt, die die Kommune in den vergangenen Jahrzehnten ermöglicht hat, so viel im Argen liegt. Vor einigen Jahren die Abwanderung einiger Fußballer, die den FC Kaufering gründeten, die Abspaltung einiger Schwimmer und bald keine Führungsriege des Hauptvereins mehr? Man kann nur hoffen, dass sich bald potenzielle Kandidaten für die Posten im Vorstand finden, den Verein professionell führen und vorhandene Gräben zuschütten.

Lesen Sie auch: VfL-Führung: Kandidat Michael Erl wirft vorzeitig das Handtuch

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