Newsticker

Bund schlägt Ausschankverbot für Alkohol und Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Von Kufstein nach Passau

05.07.2010

Von Kufstein nach Passau

Die Teilnehmer der Radtour am Inn. Foto: Versehrtensportgruppe
Bild: Versehrtensportgruppe

Landsberg Die Versehrtensportgruppe Landsberg war auf fünftägiger Radtour am Inn von Kufstein nach Passau unterwegs. Dazu erreichte uns folgender Bericht:

Ein Bus brachte acht Radler samt Gepäck nach Kufstein. Doch zuerst wollten die Teilnehmer die Perle Tirols mit einer Stadtführung erkunden. Dabei konnten sie die Heldenorgel, die größte Freiorgel der Welt, hören. Der Ort hat eine bewegte Geschichte zwischen Bayern und Tirol. Diese wurde allen von der Stadtführerin auf beschauliche Weise nähergebracht.

Die Reise begann bei kühlen acht Grad auf der Ostseite des Inns nach Erl, dem Passionsspielort, wo nur eine Außenbesichtigung möglich war. Das nächste Ziel war Neubeuern, 1982 das schönste Dorf Deutschlands. Es ist heute noch ein recht schöner Anblick mit seinen Lüftelmalereien und Markttoren - ein idyllischer Anblick.

Nach der Kaffeepause ging es weiter, Rosenheim war schnell erreicht. Dort war der Innradweg wegen der Landesgartenschau, die im Gebiet Inn-Mangfall ist, nicht zu befahren, deshalb irrten die Radler ohne Umleitungshinweise durch die Stadt. Dazu fing es auch noch zu regnen an. Trotz Kälte und Nässe strampelten sie dem Ziel Rott am Inn beharrlich entgegen.

Von Kufstein nach Passau

Der Dienstag war bewölkt, aber trocken. Die Benediktinerkirche mit der Kaisergruft war einen Besuch wert. Die Kirche ist ein Triumph des bayerischen Barock, erbaut von Michael Fischer. Die Innenausstattung von Mattäus Günter ein wahrer Traum.

Doch nun zur Königsetappe - 77 Kilometer nach Mühldorf. Diesmal erwarteten die Teilnehmer einige Steigungen mit 16 und 18 Prozent. Zur Auflockerung gab es in Wasserburg eine Stadtführung. Denn es zählt: "Sport und Kultur".

Das nächste Ziel war das Benediktinerkloster in Gars, wohl die älteste Zelle Bayerns aus dem achten Jahrhundert. Sehenswert ist heute die Kirche St. Maria. Im Kloster Au wartete das Bräustüberl. Das dunkle Bier war süffig. So gestärkt schafften die Teilnehmer die 18 Prozent Steigung nach Bergham und rollten dann vorbei an Waldkraiburg nach Mühldorf. Da sie nach Altötting wollten, verließen sie den Innradweg und nahmen den Benediktweg nach Altötting. Nach einer guten Stunde Aufenthalt ging es weiter über Neuötting, Alzgern, Mittling nach Marktl am Inn, dem Geburtsort des Papstes. Zu sehen sind dort das Geburtshaus und die Papstsäule.

Die Gruppe verließ den Inn in Richtung Salzach nach Burghausen, danach auf schönen Straßen zum Salzach-Inndelta. In Braunau angekommen, lud der schöne Marktplatz zu einer Kaffeepause ein. Braunau geht in das 12. Jahrhundert zurück und die Tuchmacherei war neben dem Salzhandel das große Geschäft. In der Stadtpfarrkirche gibt es noch einen Seitenaltar der Bäckerzunft mit den Zunftstangen zu sehen.

Der Weg ging weiter auf dem Innradweg nach Aigen, Irching, Egglfing zur Brücke nach Obernberg, dem Etappenziel. Es blieb genügend Zeit, einen Spaziergang über einen der schönsten Marktplätze Österreichs zu machen, mit schönen barocken Stuckfassaden am Schiffmeisterhaus oder der Apotheke, um nur einige zu erwähnen - ein Spiegel vergangenen Reichtums.

Der letzte Tag führte die Gruppe über den Inn auf die bayerische Seite, wo die Radler auf dem Innradweg zügig vorankamen. Nach dem letzten Tourstück fuhr der Zug die Teilnehmer nach München und Kaufering.Die vier Frauen und vier Männer haben diese 300 Kilometer ohne große Schäden gemeistert, Wenn man von zwei Plattfüßen absieht, war es eine erlebnisreiche harmonische und schöne Reise. (lt)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren