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Prittriching

24.02.2020

Wahl in Prittriching: Die Straßen bereiten große Sorgen

Die Hauptstraße in Prittriching muss dringend saniert werden. Und es gibt noch andere Straßen in der Gemeinde, die sich in einem schlechten Zustand befinden.
Bild: Christian Mühlhause

Plus In Prittriching wollen Alexander Ditsch und Ulrich Scherbaum Bürgermeister werden. Der Wahlsieger wird sich um die Ortsstraßen kümmern müssen und um den Kindergarten.

Seit dem Jahr 2002 leitete Bürgermeister Peter Ditsch die Geschicke von Prittriching. Bei der Wahl am 15. März tritt er nicht wieder an. Um seine Nachfolge bewerben sich Zweiter Bürgermeister Alexander Ditsch und Gemeinderat Ulrich Scherbaum. Sie werden sich vor allem um einige marode Straßen im Ort kümmern müssen. Und dabei gibt es ein Problem.

Ditsch konnte die Nominierungsversammlungen der Dorfgemeinschaften Prittriching und Winkl für sich entscheiden. Scherbaum wurde von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Prittriching nominiert. Um die 14 Plätze im Gemeinderat bewerben sich 43 Kandidaten von der Dorfgemeinschaft Prittriching (18), Wählergemeinschaft Winkl (13) und der Unabhängigen Wählergemeinschaft Prittriching (zwölf).

Warum der 1. April 2021 ein wichtiges Datum ist

Der neue Bürgermeister und Gemeinderat haben mehrere große Projekte, die sie angehen müssen. Dazu gehört der Zustand der Straßen im Ort. Laut Peter Ditsch eine der größten Herausforderungen, weil der Freistaat neue Regeln bei den Erschließungsbeiträgen eingeführt und die Straßenausbaubeiträge abgeschafft hat. Ein wichtiges Datum ist dabei der 1. April 2021. Sofern seit dem Beginn der erstmaligen technischen Herstellung mindestens 25 Jahre vergangen sind, können ab diesem Datum keine Erschließungsbeiträge mehr erhoben werden. Dies betrifft in Prittriching unter anderem die Verdistraße und einen Stich der Bachstraße. Beide Straßen sollen deswegen heuer noch angepackt werden.

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Mehrere Rohrbrüche in de Hauptpstraße

Wie es beim Ausbau der Sonnenstraße samt Westteil der Ziegelbergstraße weitergehen soll, wird den neuen Gemeinderat beschäftigen. Hierfür sollten eigentlich heuer und 2021 Mittel im Haushalt eingestellt werden, das Projekt wurde aber verschoben. An diesem Beispiel wird das Problem deutlich, das durch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge entsteht. „Bisher hätten wir hier 60 Prozent der Kosten über Anliegerbeiträge zurückholen können. In diesem Fall wären das rund 900.000 Euro gewesen. Die Ausgleichszahlung des Freistaats nach der Abschaffung der Ausbaubeiträge liegt voraussichtlich bei 20.000 Euro“, sagt Peter Ditsch. Der künftige Gemeinderat müsse sich überlegen, wo er die Prioritäten setze, sagt Ditsch. Der einen anderen Abschnitt für vordringlicher hält: die Hauptstraße. Dort habe es in der Vergangenheit mehrere Rohrbrüche gegeben. Zudem sei ein Abschnitt von 50 bis 60 Metern in sehr schlechtem Zustand.

Der Turnverein möchte eine neue Halle bauen

Auch der Kindergarten dürfte seinen Nachfolger und den Gemeinderat beschäftigen. Es steht im Raum, dass neu gebaut wird. Heuer sei die Lage „offenbar etwas entspannter“, so der Bürgermeister. In zurückliegenden Jahren sei der Bedarf aber oft größer gewesen als die Kapazitäten. „Zudem entstehen im Ort mehrere Mehrfamilienhäuser, in die dann wahrscheinlich auch junge Familien ziehen.“ Auf der Agenda steht auch die Frage, wie es bei der geplanten neuen Halle des Turnvereins weitergeht. Der Verein prüfe noch verschiedene Varianten, sagt der Bürgermeister. Deshalb würden für das laufende Jahr keine Mittel für das Vorhaben im Haushalt eingeplant. „Sollte es doch heuer noch notwendig werden, kann der nächste Gemeinderat ja einen Nachtragshaushalt beschließen.“

Und dann ist da noch das Freibad, dessen Gebäude und Maschinentechnik in die Jahre gekommen sind. In diesem Jahr wird es erst einmal darum gehen, festzustellen, in welchem Zustand sich Gebäude und Technik befinden. Das Thema anzugehen sei sinnvoll, weil der Freistaat für die Modernisierung von Bädern gerade vergleichsweise hohe Zuschüsse bereitstelle, sagt Ditsch.

Die Bürgermeisterkandidaten:

Alexander Ditsch

Alexander Ditsch
Bild: Julian Leitenstorfer
  • Partei/Wählergemeinschaft Dorfgemeinschaft Prittriching
  • Geburtstag 22. Juli 1973
  • Erlernter Beruf Flugzeugbauer und Maurer
  • Ausgeübter Beruf Maurer- und Stahlbetonbaumeister, Kalkulator im Hochbau
  • Familie verheiratet, eine Tochter
  • Politischer Werdegang Gemeinderat in Prittriching seit 2002. Seit 2014 Zweiter Bürgermeister.
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil ich weiß, dass ich damit die seit Jahrzehnten stattfindende positive Entwicklung meiner Heimatgemeinde, die auf keinen Fall Stillstand erfahren darf, beeinflussen, unterstützen und weiter vorantreiben kann.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Die Planung des Kindergartens vorantreiben und schnellstmöglich umsetzen. Weitere Punkte sind der Erhalt und die Sanierung unseres Freibadkomplexes und der Straßenneu- und ausbau.
  • Meine größte Stärke Planung/Koordination von Arbeitsabläufen.
  • Größte Schwäche ich versuche, jedem alles recht zu machen.

Ulrich Scherbaum

Ulrich Scherbaum
Bild: Franz Dilger
  • Partei/Wählergemeinschaft Unabhängige Wählergemeinschaft Prittriching
  • Geburtstag 9. April 1980
  • Erlernter Beruf Dipl.-Berufspädagoge (Univ.), Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Industriemechaniker
  • Ausgeübter Beruf Lehrer an den Beruflichen Schulen Landsberg
  • Familie ledig, ein Kind mit meiner Lebensgefährtin
  • Politischer Werdegang Gemeinderatsmitglied seit 2014
  • Mich interessiert Kommunalpolitik, weil man unmittelbar und direkt von den Bürgern für die im Gemeinderat getroffene Entscheidungen Rückmeldung bekommt. Weil man Entscheidungen nicht auf Grundlage eines Pateibuchs trifft, sondern mit Verstand und unter Berücksichtigung Betroffener.
  • Wenn ich gewählt werde, will ich mich vor allem um diese drei Dinge kümmern Mich möglichst zügig und gründlich in die neue Aufgabe einarbeiten.
  • Meine größte Stärke Sehr zielstrebig.
  • Meine größte Schwäche Ungeduldig.
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