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St. Ottilien

27.12.2015

Weihnachtskonzert: Musikalische Geschenke

Fröhlich und mitreißend präsentierten sich die Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiusm.
Bild: Romi Löbhard

Die Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums trugen alle Programmpunkte bewundernswert sauber vor

Die Abbey Brass unter der Leitung von Marcus Plum gab schon mal das Motto des diesjährigen Weihnachtskonzerts des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien vor: Nach festlich getragenem Beginn mit dem vielfach arrangierten Pachelbel-Kanon wünschte das Bläserensemble schwungvoll „A merry Christmas“.

Fröhlich und mitreißend wurde es in der brechend vollen Seminarkirche St. Michael, wo all die kleinen und größeren Musiker mehr als zwei Stunden lang köstliche musikalische Geschenke für die Besucher auspackten. Und die Zuhörer? Sie waren so angetan, dass kaum jemand die Erlaubnis von Chorleiter Christian Schumertl annahm, bereits während der letzten beiden Programmpunkte sich auf den Heimweg machen zu dürfen.

In den ersten Päckchen waren vor allem Musikreisen versteckt. Der Unterstufenchor (Leitung Theresia Busen) nahm die Zuhörer mit nach Polen und Spanien, sang sicher und ohne Scheu in der jeweiligen Landessprache. In der Folge wechselten sich Chöre und zahlenmäßig unterschiedlich große Instrumentalensembles ab beim Entpacken der bunten, wohlklingenden Bonbons.

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Talentierte Sänger der siebten Klassen wagten sich dank sicherer Führung durch Theresia Busen, in schwindelerregende Höhen. Überhaupt hatten die Musiklehrer hervorragende Arbeit bei der Vorbereitung auf das Konzert geleistet. Die Stückauswahl war jeweils perfekt dem Leistungsniveau angepasst. Hinzu kommt, dass die musizierenden Schüler mit offensichtlicher Begeisterung bei der Sache waren. So überzeugte bereits das Vororchester unter der Leitung der für alles Instrumentale zuständigen Simone Komann mit sauberer Intonation, gutem Zusammenspiel und dynamischen Einwürfen. Noch mehr gilt das für das Streichorchester, das ebenfalls stets sicher geführt von Simone Komann, in ganz unterschiedlichen Besetzungen glänzte. Mal agierte es in seiner ursprünglichen Funktion, mal war es Begleitung für Solisten, oder es erfuhr mit etlichen Bläsern, Erweiterung zur Harmoniemusik. Immer konnten die Zuhörer von bewundernswert sauber vorgetragenen Programmpunkten ausgehen.

Bei den gemeinsamen Auftritten mit dem Großen Chor war das nicht anders. Letzterer und auch der Kammerchor stand unter den Fittichen von Christian Schumertl, der die Sänger mit ausdrucksstarkem, vehementem Dirigat zusammenführte, leitete und ihnen die eigene Begeisterung für den Gesang beinahe sportlich vermittelte. Unter seiner sicheren Führung traten ebenfalls etliche Solisten auf, die Stimmlage stets den entsprechenden Fähigkeiten angepasst und professionell im Umgang mit dem Mikro.

Warum eigentlich hält sich so hartnäckig das Gerücht, Schlagzeuger seien keine Musiker, dass sich die Geschassten in der Regel entschuldigen, wenn auch sie bei einem Konzert mit Chor und Orchester dabei sind. Die Schlagzeuger am RMG (Leitung Christoph Fellinger) jedenfalls wagten sich ziemlich erfolgreich auf die Bühne und mitten hinein ins Weihnachtskonzert – mit „Moonriver“-Kuhglockengeläute und einer Fuge aus der Weihnachtszeit, in der Plätzchen und Kerzen, Wald, Baum und Nikolo den Rhythmus vorgaben und selbst der brennende Christbaum rockte. „Fröhliche Weihnachten“!

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