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Verkehr

12.05.2020

Wie voll wird es wieder in den Schulbussen?

Seit Anfang der Woche sind im öffentlichen Nahverkehr wieder mehr Schüler unterwegs. Es gilt Maskenpflicht.
Bild: Thorsten Jordan

Die Zahl der Schüler erhöht sich wieder. Was das für den Nahverkehr bedeutet

Seit gestern gehen deutlich mehr Kinder und Jugendliche wieder in die Schulen im Landkreis. Zunächst trifft das auf Abschlussklassen 2021 und die Viertklässler zu. Viele von ihnen nutzen den öffentlichen Nahverkehr, um zur Schule und wieder nach Hause zu kommen. Den Abstand einzuhalten, könnte dann schwierig bis unmöglich werden, fürchtet ein Leser, der sich mit seinen Bedenken auch an das LT gewandt hat.

„Es nutzt nichts, wenn in den Schulen alle Vorgaben eingehalten werden, sich die Schüler aber zweimal am Tag in zumindest bisher meist sehr gut gefüllte Schulbusse oder ebenso gut gefüllte Linienbusse oder Züge hineinzwängen müssen. Da helfen die Masken auch nicht weiter“, äußert der Leser.

Aus Sicht des Landratsamtes Landsberg ist die Situation aktuell entspannt. Auf Nachfrage unsererZeitung teilt die Behörde mit, dass die Busunternehmen seit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs mit der gleichen Kapazität wie vor der Corona-Krise im Einsatz seien. „Die Schülerzahl ist bisher sehr überschaubar und erreicht bei Weitem nicht das Niveau, das erwartbar wäre angesichts der Schüler, die inzwischen wieder unterrichtet werden“, informiert Pressesprecher Wolfgang Müller.

Die Kapazität der eingesetzten Busse sei aktuell ausreichend. Die Behörde habe mit den Busunternehmen vereinbart, dass bei schrittweiser Aufnahme des Unterrichts die Belegung in den Bussen immer überprüft werde und im Bedarfsfall eine Aufstockung der Kapazitäten erfolge. Gleichzeitig schränkt das Landratsamt aber auch ein, dass die Zahl der Busse wegen der benötigten Busfahrer „nicht beliebig vermehrbar“ sei. Berücksichtigt werden müsse auch, dass Reisebusse in der Regel nicht im Linienverkehr eingesetzt werden dürften.

Mit Blick auf das Thema Abstand verweist das Landratsamt darauf, dass die üblichen Abstandsregeln in Bussen „nicht sicher“ eingehalten werden können. Würde das durchgesetzt, hätte es eine „Verknappung von Sitz- und Stehplätzen von bis zu 90 Prozent“ zur Folge. Aus diesem Grund werde es auch „keine pauschale Abstandsregelung im öffentlichen Nahverkehr“ geben. Ebenfalls nicht vorgesehen seien Aufsichtspersonen in den Fahrzeugen. „Hier kann man nur an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren“, so Wolfgang Müller.

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes seien jedoch alle organisatorischen und technischen Möglichkeiten zu ergreifen, um einen angemessenen Abstand zwischen den Fahrgästen herzustellen, ergänzt er. Deswegen würden die Busunternehmen auch „strikt“ auf die Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr achten. Ohne Make erfolge auch keine Beförderung.

Damit Fahrgäste nicht den Halteknopf drücken müssten, um ihren Ausstiegswunsch zu signalisieren, stoppten die Busse zudem ohne Aufforderung an den Haltestellen. Unser Leser spricht sich zudem dafür aus, dass alle Griffe zwischen den Fahrten desinfiziert werden. „Reinigungsmaßnahmen sind Aufgabe des Busunternehmens“, teilt das Landratsamt dazu mit. (chmü)

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