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11.07.2010

Zentraler Treffpunkt für Jugend und Familien

Vor allem jüngere Kinder genossen das Eislaufen auf der Freifläche.
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Vor allem jüngere Kinder genossen das Eislaufen auf der Freifläche.

Landsberg Es darf weitergeträumt werden. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss gab jedenfalls grünes Licht für eine Wiederholung des als "Eistraum" bezeichneten Freiluftvergnügens an der Lechstraße in den kommenden Wintermonaten.

Es war keine einstimmige Entscheidung, die zur Wiederholung des bei der Bevölkerung beliebten Eislaufvergnügens in der Nähe des Inselbades führte. So sprachen sich die beiden Grünen-Stadträte Traudl Lüßmann und Ruth Satzger ("Ökologisch bedenklich, da man hohen Energieaufwand bei warmer Witterung in Kauf nimmt") ebenso gegen den Eistraum aus wie Christoph Jell (UBV: "Freiwillige Leistungen sind derzeit nicht machbar"), Reinhard Skobrinsky (BAL) sprach gar von einem "Albtraum am Lech" und "Ende der Zuschüsse für Spiel und Spaß".

Zentraler Treffpunkt für die Landsberger Jugend

Purer Populismus sei diese Bemerkung und damit fehl am Platz, befand Jonas Pioch von der Landsberger Liste. Für ihn ist der Eistraum vor allem eines, ein zentraler Treffpunkt für die Landsberger Jugend: "Der Eistraum ist das Inselbad im Winter." Und für das Schwimmbad, so erinnerte Oberbürgermeister Ingo Lehmann, müsse die Stadt auch Jahr für Jahr über 400 000 Euro Zuschüsse bereitstellen, ohne dass jemand dessen Notwendigkeit oder die Daseinsberechtigung der Einrichtung infrage stelle.

Zentraler Treffpunkt für Jugend und Familien

An der Frage des Defizits von 50 000 Euro hatten sich die Gemüter der Eislaufgegner entzündet, wobei Lehmann die Summe relativierte: "Für 25 000 Euro nehmen wir den Überdruck von der Eissporthalle am Hungerbachweg." Die zweiten 25 000 sieht er als Investition in die Attraktivität der Innenstadt.

In der Eishalle am Hungerbachweg sei nämlich die Nachfrage an Eisstunden durch Traditions- und neue Vereine sowie Klubs enorm. Daher rühre auch die Entscheidung des vergangenen Jahres, den Publikumslauf zur Gänze an die Lechstraße ins Freie zu verlegen. Anton Sirch, Leiter von FUN, das den Eislaufbetrieb verantwortet: "Beenden wir den Eistraum, geht dies zulasten der Halleneiszeiten für Vereine und Schulen." Ergänzend merkte er an, dass viele Kosten (Anschaffung, Erschließung, ...) in der zweiten Saison nicht mehr anfielen.

Wie Jonas Pioch sieht auch Ludwig Kaiser, Fraktionssprecher der SPD, den Eistraum als eine Form von Jugendförderung durch die Stadt: "Da haben wir einen Punkt geschaffen, wo sich unsere Jugend trifft." Dies sei nicht hoch genug zu bewerten, befand auch Fraktionskollegin Margareta Däubler. Gerade Familien mit kleineren Kindern nähmen dieses Angebot sehr gerne wahr. Auch der Standort am Lech sei optimal und diene der Stärkung der Innenstadt.

Einen konkreten Vorschlag hatte Helmut Weber, Fraktionssprecher der CSU parat. Der Eistraum solle noch einmal angeboten und dann überprüft werden, ob sich die von den Anlaufkosten bereinigten Aufwendungen in einem vertretbaren Rahmen hielten. "Aus Erfahrung wird man ja grundsätzlich klug", setzt er auf einen positiven Ausgang der Aktion. Grundsätzlich sehe die CSU nämlich den Eis-traum als "Magnet in der Innenstadt". Und die Jugend zu subventionieren, diese Aufgabe stehe ja wohl außer Frage.

Damit entschied sich die Zukunft des Eistraums auf Zeit: Acht Stadträte, und damit die Mehrzahl, stimmten für eine Wiederholung ab November auf dem Sportplatz des Ignaz-Kögler-Gymnasiums an der Lechstraße.

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