Politiker benötigen ein dickes Fell, in der großen Politik wie auch auf kommunaler Ebene. Dass sie gerade im Netz teils heftigen Anfeindungen ausgesetzt sind, ist traurig, gehört aber leider zur Realität in unserem Land. Doch wenn ihr Auto mit Eiern beworfen wird, wie jetzt in Kaufering der Wagen der Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel, dann ist das feige und eine neue Form der Aggression, die nicht hinzunehmen ist.
Natürlich kann man mit Ansichten und Entscheidungen von Politikerinnen und Politikern nicht einverstanden sein. Natürlich ist auch Kritik berechtigt. Doch die beleidigende und aggressive Form mit der heutzutage teilweise vorgegangen wird, ist erschreckend. In Kaufering waren es am Donnerstagabend drei rohe Eier, die auf ein Auto geworfen wurden. Nur eine Sachbeschädigung? Was kommt als Nächstes?
Von solchen Taten nicht einschüchtern lassen
Gabriele Triebel hat deutlich gemacht, dass sie sich von der Tat nicht einschüchtern lässt. Das ist gut so und das richtige Zeichen. Gleichzeitig sollten wir alle wachsam sein und jene, die statt Argumente auszutauschen, beleidigen und pöbeln, in die Schranken weisen. Das beginnt beim Beschädigen von Wahlplakaten und endet bei verbalen Angriffen im Netz.
Die freie Meinungsäußerung ist ein wichtiger Teil unserer Demokratie und darf in keiner Weise eingeschränkt werden. Niemand darf Angst haben, seine Meinung öffentlich zu sagen und politisch zu vertreten.