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Kommentar
10.06.2012

Absurdes Schulden-Theater

Die Versuche der spanischen Regierung, die Krise im eigenen Land zu verharmlosen, kommen einem absurden Theaterstück gleich.

So behauptet der Wirtschaftsminister des Landes, Luis de Guindos, es handele sich lediglich um „Finanzhilfen“ der Euro-Staaten für die angeschlagenen Banken und nicht eine Rettung Spaniens.

Aber was soll man von einem Staat halten, dessen Kredithäuser als überlebensnotwendige Institutionen am Abgrund stehen? Ein solches Gemeinwesen ist trotz aller Fortschritte in der Haushaltspolitik angeschlagen, sonst müsste es nicht um europäisches Geld bitten. Da hilft es der Regierung in Madrid wenig, dass das Land nicht in einem derart desaströsen Zustand wie Griechenland verharrt. Doch auch Spanien ist gezeichnet von der Schulden-Krankheit. Nicht nur die Banken des Landes wanken, auch die Fußballvereine befinden sich als Spiegel der Gesellschaft meist in einer verheerenden finanziellen Verfassung. Das hoch verschuldete Real Madrid hat den portugiesischen Nationalspieler Cristiano Ronaldo einst für 94 Millionen Euro auch über reichlich Fremdkapital verpflichtet. Der „Picasso des Fußballs“, wie ihn Fifa-Chef Sepp Blatter nennt, ist ein Symbol spanischen Größenwahns. Das Land wird Jahrzehnte brauchen, um wieder zu gesunden.

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