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Mindelheim

23.12.2019

Adventskonzert mit 200 Schülern des Maristenkollegs

„Wer klopfet an?“ fragten die Chorklasse 5 und 6 (hier im Bild) und stellten fest: „Es wird schon glei dumpa“.
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„Wer klopfet an?“ fragten die Chorklasse 5 und 6 (hier im Bild) und stellten fest: „Es wird schon glei dumpa“.

Die Mindelheimer Maristen-Schüler stimmen in ihrem Adventskonzert auf Weihnachten ein und beschäftigen sich mit Joseph von Nazareth.

Über 200 junge und jugendliche Stimmen, Orchester-Instrumentalisten und die Big-Band der Realschule und des Gymnasiums vom Maristenkolleg aus Mindelheim sorgten beim diesjährigen Adventskonzert in der Stadtpfarrkirche für eine neue, großartig intonierte Klangfülle.

Da sangen die Chorklassen 5 und 6, der Mittelstufen- und Oberstufenchor, der Kammer- und Lehrerchor im Wechsel sehr anspruchsvolle Choralsätze und bekannte Weihnachtsmelodien. Gottfried Wesseli, Schulleiter des Gymnasiums, bedankte sich bei Dekan Andreas Straub, dass „wir heute hier Gast sein dürfen…, dass wir heute hier und nicht draußen auf den Feldern unser Adventskonzert halten dürfen, ein Konzert, das Sie heute von allen Seiten umgeben wird, denn Engel sind überall – auch hier, mittendrin.“

In der Mindelheimer Stadtpfarrkirche ging es um Joseph von Nazareth

Nicht nur mittendrin musizierten die jungen Musikerinnen und Musiker wie die Gruppe „La Canne Careau“, indem sie Lieder interpretierten, die zu den von Dr. Hubertus Stelzer vorgetragenen Texten passten. Er hatte sich ganz dem Thema „Joseph von Nazareth“ gewidmet und stellte die Frage in den Kirchenraum: „Wer war dieser Joseph?“ Die Übersetzung heiße so viel wie „Gott fügt hinzu.“ Joseph sei in der Geschichte um Jesu Geburt eine Randfigur, immer dem Geschehen hinzugefügt. Das zeige sich auch deutlich in den beiden Wandmalereien über den beiden Seitenaltären.

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Während des Konzertes wurde diese bedeutende Randfigur angestrahlt. Sagte doch der Engel im Traum: „Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen, denn was sie empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Der Kammerchor sang dazu „Joseph, du Sohn Davids“ von Heinrich Schütz. Der Chor ließ, wie auch der Oberstufenchor mit dem beliebten „Transeamus“, seine Stimmen von der Orgelempore hinunter in den Kirchenraum fließen. Ebenso der Mittelstufenchor mit dem „O lieber Herr Gott“, ebenfalls von Heinrich Schütz geschrieben und das „In Dulci Jubilo“ von Dietrich Buxtehude, gesungen vom Oberstufenchor, ebenfalls vom Orchester begleitet.

Die Chorklassen des Maristenkollegs bekamen viel Applaus

Die Jüngsten der Chorklassen 5 und 6 standen im Altarraum und fragten „Wer klopfet an?“. Dabei stellten sie fest: „Es wird scho glei dumpa“. Sie sangen auch das traditionelle Lied „Maria durch ein Dornwald ging“. Die Jüngsten der Streicherklasse mit Susanne Glanz riefen: „Lieb Nachtigall, wach auf!“ Die Gäste in der voll besetzten Kirche St. Stephan applaudierten heftig – erst recht, als die Big-Band unter dem Dirigat von Andreas Meinert temperamentvoll ihre Blas- und Schlagwerke im Altarraum einsetzte und nicht nur „The Preacher“ sondern auch „Oh when the saints“ hören ließ. Beim „O Christmas Tree“ war es Jonas Streitel am Klavier, der gewohnt souverän die Grundmelodie „O Tannenbaum“ spielte. Die Chöre leiteten Bernhard Hess und Werner Myslik. Die Lehrer Heike de Young und Philipp Schneider trugen ebenfalls zum Erfolg des Konzertes bei.

Alle Protagonisten sangen gemeinsam mit den Gästen stehend das Lied „Tochter Zion, freue dich“ von Georg Friedrich Händel. Und das alles in Vorfreude auf das große Projekt „Carmina Burana“, das das Maristenkolleg im Juli zum Ende des Schuljahres zweimal im Zedernsaal in Kirchheim aufführen wird.

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