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Wirtschaft

24.11.2017

Arla: „Wir nehmen die Sorgen der Mitarbeiter ernst“

Die Arla-Standorte Bad Wörishofen (Foto) und Sonthofen passen nicht mehr zur strategischen Ausrichtung des dänisch-schwedischen Molkereikonzerns.
Bild: Markus Heinrich

Unternehmen widerspricht Gewerkschaft: Mitarbeiter wurden rechtzeitig über drohenden Verkauf der Milchwerke Bad Wörishofen.

Der drohende Verkauf der Molkerei Arla in Bad Wörishofen hat bei den rund 100 Mitarbeitern vor Ort Besorgnis ausgelöst. Dafür hat Arla-Pressesprecher Markus Teubner zwar „größtes Verständnis“, wie er gestern gegenüber unserer Zeitung betonte. Er sagt aber auch: „Aus heutiger Sicht müssen sich die Mitarbeiter in Bad Wörishofen keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen.“

Wie berichtet, prüft der dänisch-schwedische Molkereikonzern „Arla Foods“ derzeit, ob er seine Werke in Bad Wörishofen und Sonthofen verkauft. Dort liefern Landwirte aus dem Allgäu und dem Landkreis Lindau ihre Milch ab. Das Werk in der Kneippstadt ist der größte Standort von Arla im Allgäu.

Laut Teubner wurden die Mitarbeiter an allen Standorten Ende Oktober über die laufenden Verhandlungen informiert: In Bad Wörishofen habe am 24. Oktober eine Betriebsversammlung stattgefunden, in der das Unternehmen ganz bewusst auf die Mitarbeiter zugegangen sei – gerade weil das Unternehmen auf die Gefühle der Beschäftigten Rücksicht nehmen will.

Zudem habe es tags darauf im firmeninternen Intranet entsprechende Informationen gegeben. Damit widerspricht Teubner der Darstellung von Claudia Weixler, Geschäftsführerin der Gewerkschaft NGG Allgäu, dass die Arla-Belegschaft lediglich über die Zeitung vom drohenden Verkauf erfahren hätten.

Mit wem der dänisch-schwedische Molkereikonzern „Arla Foods“ derzeit über einen möglichen Verkauf oder eine „strategische Partnerschaft“ verhandle, wollte der Arla-Pressesprecher aber nicht sagen. Produktion und Vertrieb von Emmentaler Käse, Schwerpunkt etwa in der Bad Wörishofer Produktion, würden nicht mehr der strategischen Ausrichtung von Arlas Geschäften in Deutschland und Europa entsprechen.

Oberstes Ziel sei, eine gute, zukunftsfähige Lösung für Mitarbeiter und Vertragsmilchlieferanten. (alf)

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