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Kunst

23.03.2020

Ausstellungsbesuch in Corona-Zeiten

„Vater unser“ ist der Titel dieses Werks in der Schau.
Bild: Maria Schmid

Die evangelische Erlösergemeinde zeigt eine besondere Schau – allerdings zunächst rein virtuell

Eine Ausstellung für den guten Zweck, die aber niemand sehen kann? Die evangelische Erlösergemeinde Bad Wörishofen geht deshalb einen neuen, digitalen Weg.

Die Bilderschau „Der Sonnengesang des Hl. Franziskus in den Widersprüchlichkeiten unserer Zeit“ kann auf der Internetseite der Kirchengemeinde betrachtet werden, unter www.erloeserkirche.de. Die Ausstellung selbst kann derzeit wegen des Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in der Corona-Krise nicht betreten werden. Die dort gezeigten Gemälde überzeugen mit ihrer Strahlkraft nicht nur durch die starken künstlerischen Maltechniken in Druckfarben, Öl, Acryl und Mischtechnik.

Ursula Maria Lovis hat sie geschaffen, sie stehen ganz im Zeichen der Religion und hier im Besonderen dem „Vater unser“. Ursula Lovis hat sich von „Der Sonnengesang“, dem „Cantico delle Creature“, dem „Loblied der Geschöpfe“ vom „Troubadour aus Assisi“ inspirieren lassen. Darin heißt es: „Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Herrn Bruder Sonne, welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest. Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz: Von dir, Höchster, ein Sinnbild.“ Franziskus besingt darin auch die Schwester Mond, die Sterne, den Wind, das Wasser, Feuer und die Mutter Erde.

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Im Winter 1224/1225, zwei Jahre vor seinem Tod, war er bereits sehr schwach und fast erblindet. Es heißt in den Überlieferungen, im Gebet habe er eine göttliche Offenbarung erhalten und würde bald die ewigen Freuden des Himmelreiches erlangen. Er dichtete das Lied vom Sonnengesang.

Für Ursula Lovis aus München war es Anlass die darin enthaltenen Aspekte in ihre Malerei zu übersetzen. „Ich entdecke malend die Welt, mache in kräftigen Farben und bewegten Formen Unsichtbares sichtbar, Lebloses lebendig“, sagt sie selbst. Aus dem Erlös der Ausstellung gehen 50 Prozent an das Krankenhaus Segenszentrum „Etep“ in Papua Neuguinea. (sid)

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