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Bürgerversammlung

20.10.2014

Das Bild der Dörfer erhalten

Die Unteregger befassen sich mit vielen Themen – darunter auch die geplanten Windräder von Baisweil

Es war die erste Bürgerversammlung in der Gemeinde Unteregg nach der Kommunalwahl. Im Gasthaus Linde im Ortsteil Warmisried stellten sich deshalb zunächst die neuen Gemeinderäte mit ihren Zielen und Schwerpunkten den Bürgern vor, die zusammen mit der wiedergewählten Bürgermeisterin Marlene Preißinger die Fragen beantworteten.

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„Das Bild der Dörfer zu erhalten“, ist den Gemeinderäten ein wichtiges Anliegen. Der neue stellvertretende Bürgermeister Gerhard Groß sprach auch das Thema Windräder an.

Wie berichtet, plant die Nachbargemeinde Baisweil in der Nähe zur Warmisrieder Flur die Errichtung mehrerer Windkraftanlagen: „Wir müssen sehen, ob wir das nicht verhindern können“, sagte Groß. Im weiteren Verlauf der Versammlung waren die Windräder des Nachbarorts kein Thema mehr.

Das Bild der Dörfer erhalten

Das Leben in den Dörfern zu erhalten, ist auch Bürgermeisterin Preißinger eine Herzensangelegenheit. Mit der Ausweisung von Bauplätzen in den drei Ortsteilen Unteregg, Warmisried und Oberegg sollen in erster Linie junge Leute die Möglichkeit erhalten, sich am Ort niederzulassen.

Ausgiebig diskutiert wurde auch die Anregung des ehemaligen Gemeinderats Roland Jakob, die Internetversorgung weiter zu verbessern und Förderangebote zu nutzen. Bürgermeisterin Preißinger betonte, dass die Gemeinde bei dieser Frage am Ball bleiben werde.

Ebenso sei man bereits mit den Verantwortlichen im Landratsamt im Gespräch, welche Möglichkeiten es gebe, eine Radwegverbindung zwischen Unter- und Oberegg zu schaffen. Für einen Radweg direkt neben der bestehenden Kreisstraße sieht Preißinger aus Kostengründen keine realistische Chance: „Hier müsste zu viel Grund hinzugekauft werden.“ Inwieweit ein in einigen hundert Metern Entfernung parallel zur Kreisstraße verlaufender Feldweg zum Radweg ausgebaut werden könnte, wird zur Zeit geprüft.

Eine weitere Frage aus der Runde der Bürger betraf die Einrichtung eines Wasserschutzgebietes. Die Untersuchungen darüber seien abgeschlossen und lägen dem Wasserwirtschaftsamt vor, sagte Preißinger. Der schlechte Zustand einiger Straßen, auch wegen eingesunkener Kanaldeckel, wurde ebenfalls angesprochen.

Erfreuliches vermeldete die Bürgermeisterin zu den Gemeindefinanzen. Momentan liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 695 Euro. Sie sei seit 2007 kontinuierlich gesunken. Bis zum Jahresende 2016 ist die „schwarze Null“ anvisiert. „Dann ist die Gemeinde schuldenfrei“, stellte Preißinger in Aussicht. Als Mitglied des Zweckverbandes Interkommunaler Gewerbepark bei Kammlach profitiere Unteregg von der Neuansiedlung des Logistikzentrums des Dänischen Bettenlagers (wir berichteten) und der Firma Genan, die bereits an dem Standort tätig ist. „Unteregg erhält gemäß seiner Beteiligungshöhe einen Anteil an den Steuereinnahmen“, erläuterte Preißinger.

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