Das war vermeidbar

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Kommentar Von Markus Heinrich
07.06.2018

Zoff zwischen Bürgermeister und Wirtschaftsreferent in Bad Wörishofen.

Erneut haben Spenden an die Stadt Bad Wörishofen zu Misstönen statt zu ungetrübter Freude geführt. Schon beim Verkehrsübungsplatz war das so, als der Stadtrat eine sechsstellige Summe annehmen sollte, allerdings ohne zu wissen, wer der Spender ist; der Stifter wollte zunächst anonym bleiben. Erst während einer hitzigen Debatte wurde der Name doch bekannt: Hans J. Kania, ein großer Mäzen der Stadt. Keine Einwände, sagte dann auch das Landratsamt.

Auch diesmal ging es um Kania-Spenden, gemeinsam mit Marieluise Vorwerk. Auch diesmal gab es Fragen, das gehört zum Handwerk eines Ratsmitglieds. Dass Wirtschaftsreferent Alwin Götzfried wissen will, wie sich die Stadt bei Privatspenden absichert, um auf legalem Boden zu bleiben, ist legitim. Die Platzierung der Frage unmittelbar in der Angelegenheit Vorwerk/Kania war aber zumindest äußerst unglücklich.

Nicht geglückt ist aber auch die Bekanntgabe der Kania/Vorwerk-Brunnenspende durch Bürgermeister Paul Gruschka. Ein neuer Brunnen wird andernorts vorab breit diskutiert. Was da genau vor dem Guggerhaus entstehen soll, weiß die Öffentlichkeit in Bad Wörishofen bislang allerdings nicht. Dabei wird der Brunnen schon in wenigen Tagen fertig sein. Auch der Stadtrat wurde offenbar vorab nicht informiert.

Als Folge der Sitzung vom Montag gibt es Ärger. Bürgermeister Paul Gruschka, selbst ein Freier Wähler, fordert Götzfrieds Rückzug aus der Fraktion der Freien Wähler. Götzfried denkt nicht daran, dem Folge zu leisten. Neuer Streit ist programmiert – der leicht vermeidbar gewesen wäre.

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