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Türkheim

18.09.2019

Die Grundschule Türkheim platzt aus allen Nähten

In Türkheims Grundschule geht der Platz aus. Der Marktrat machte nun den Weg für einen Anbau frei.
Bild: Leonie Küthmann

Im neuen Schuljahr gibt es in der Türkheimer Grundschule mehr Klassen als Klassenzimmer. Grund sind steigende Einwohnerzahlen. Nun muss gehandelt werden.

Die Marktgemeinde Türkheim wächst und dies hat Folgen. Mit der Einwohnerzahl steigt auch die Zahl der Schüler. Bereits im vergangenen Herbst wurde klar, dass die Grundschule bald aus allen Nähten platzen wird. Im aktuellen Schuljahr gibt es, so Grundschulleiterin Hildegard Ohlmann und Bürgermeister Christian Kähler vor dem Marktrat, 16 Klassen (inklusive Außenstelle Rammingen) aber nur 15 Klassenzimmer. Die Folge: Ein Fachklassenzimmer musste geopfert werden. Um den steigenden Schülerzahlen Herr zu werden, brachte der Marktrat nun eine Erweiterung der Grundschule auf den Weg.

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Bürgermeister Christian Kähler berichtete von mehreren Vorgesprächen mit der Schulleiterin Hildegard Ohlmann, Architekt Günther Benzinger sowie Markträtin Michaela Vaitl-Scherer und der Kämmerei mit Claus-Dieter Hiemer und Christian Schöffel. Die Zeit dränge, denn zum Schuljahr 2023/24 müsse man mit 17 Schulklassen rechnen. Die Expertenrunde tagte mehrmals und auf Grund der örtlichen Gegebenheiten sei man zum Entschluss gekommen, eine Erweiterung westlich der Turnhalle ins Auge zu fassen. Dort könnten drei Räume, davon zwei ebenerdig, entstehen.

Was passiert mit der Türkheimer Grundschule nach 2024?

Die Pläne wurden auch schon mit der Regierung von Schwaben besprochen. Der Anbau könnte bis 1,4 Millionen Euro gefördert werden. Der Fördersatz betrage 50 Prozent, also im günstigsten Fall bei 725.000 Euro. Die Kämmerer wiesen darauf hin, dass der Bau in der Finanzplanung enthalten sei, man habe Kosten in Höhe von einer Million Euro eingeplant und mit Zuschüssen in Höhe von 400.000 Euro gerechnet. Der Neubau bringe also keine Überraschungen. Kähler wies noch darauf hin, dass die Regierung noch zusätzlich den Einbau eines behindertengerechten WCs angeregt habe.

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Rätin Roswitha Siegert sorgte sich um die Zeit nach 2024. Was passiere dann? Zuvor hatte Architekt Benzinger und die Schulleiterin darauf hingewiesen, dass es nach dem Anbau keine Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Gelände mehr geben werde. Diese Aussage nahm Siegert zum Anlass, darüber nachzudenken, ob man nicht einen weiteren Standort brauche. Zumal die Entwicklung zur Ganztagesbetreuung weiter gehe.

Der Marktrat gibt grünes Licht für Verhandlungen über Grundschule Türkheim

Als sie sich beim Anbau auch noch Gedanken über den Einbau eines Liftes und die Beleuchtung machte, stoppte der Bürgermeister die Diskussion. Heute gehe es in erster Linie, den Antrag auf Förderung des Raumprogramms vorwärts zu bringen. Über Details werde man sich sicher noch öfters unterhalten müssen. Einstimmig verabschiedete der Marktrat das vorgelegte Konzept und gab damit Bürgermeister Kähler grünes Licht für entsprechende Verhandlungen mit der Regierung von Schwaben.

Ein weiterer Bauantrag beschäftigte das Gremium. Eine Bauträgergesellschaft möchte am Leonhardweg 1 eine Wohnanlage errichten. Das Bauvorhaben wurde schon einmal im Rat zurückgestellt, weil es einigen Räten überdimensioniert erschien. Nun legte der Bauherr eine abgespeckte Variante vor. Gebaut werden nun zehn Wohnungen in einem 25 langen und 14 Meter breiten Baukörper. Die Wohnungen variieren von 55 bis 90 Quadratmeter, ausgenommen die beiden Wohnungen im Dachgeschoss mit rund 110 Quadratmetern. In der Mitte des Hauses ist der Aufzug. Insgesamt sind 20 Stellplätze, als mehr als vorgeschrieben, vorgesehen. Der Bauherr erklärte, von einer Tiefgarage habe er Abstand genommen, weil An- und Zufahrt dann einem Punkt zugeordnet würden, so gebe so zwei Ein- und Ausfahrten, der Verkehr werde entzerrt. Die Wohnungen seien altersgerecht, als barrierefrei und breiteren Türen. Wie der Bürgermeister weiter erklärte, gehe die Gemeinde davon aus, dass der Bauherr mindestens 60 Zentimeter Grund an den Markt verkauft, damit der Leonhardweg auf 3,5 Meter verbreitet werden kann, damit sei eine geordnete Zufahrt möglich. Der Rat zeigte sich mit der Umplanung einverstanden.

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