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Verkehr

07.09.2014

Die Tage des Stettener Viadukts sind gezählt

Noch fahren die Züge über das Viadukt bei Stetten. Schon bald wird ein stählerner Neubau die Gewölbebrücke ersetzen.
Bild: Sandra Baumberger

In vier Jahren sollen die Züge schneller als jetzt über einen stählernen Neubau fahren. Daneben sind weitere Vorhaben geplant

Das Bahnviadukt als ein Wahrzeichen Stettens zu bezeichnen, ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, aber charakteristisch ist die Mauerwerksgewölbebrücke allemal. Wer von Oberauerbach nach Stetten unterwegs ist, fährt zwangsläufig darunter durch. Zum 145-jährigen Bestehen im Jahr 2018 soll damit im Zuge der Elektrifizierung der Bahnlinie München – Lindau aber Schluss sein. Dann will die Bahn die Brücke durch einen Neubau aus Stahlbeton ersetzen.

Grund ist eben dieses hohe Alter, das an dem Viadukt nicht unbemerkt vorbeigegangen ist: In den vergangenen Jahren ist die Bahnbrücke, die die Staatsstraße 2013 überspannt, mehrfach ausgebessert worden. Zuletzt wurde das unübersehbare Schutzgerüst angebracht, das den Verkehr vor herabfallenden Steinen schützt. Weil die Brücke in einem so schlechten Zustand ist, dürfen Züge dort bereits seit Längerem nur noch mit 90 Kilometern pro Stunde fahren. Nach der Erneuerung soll die Richtgeschwindigkeit dann auf 160 Kilometer pro Stunde mit Neigetechnik angehoben werden, sagte ein Bahnsprecher.

Das Unternehmen plant mit einer Bauzeit von Januar bis November 2018. In dieser Zeit wird die Staatsstraße für den Verkehr gesperrt sein. Die Umleitung wird laut Bürgermeister Siegfried Jakob voraussichtlich über Unggenried und die alte B18 führen. Den Bahnverkehr sollen die Bauarbeiten hingegen so wenig wie möglich beeinträchtigen. Ermöglichen soll das eine Hilfsbrücke, unter der die neue Brücke gebaut und später an die Stelle des jetzigen Viadukts geschoben wird.

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Wie viel das Projekt kosten wird, sei derzeit noch unklar, da es sich momentan erst in der Phase der Entwurfsplanung befinde, so der Sprecher. Klar ist aber schon jetzt, dass die neue Brücke nicht das einzige Vorhaben der Bahn in Stetten sein wird. So soll der Bahnhof 2017 mit einer neuen elektronischen Signalsteuerung ausgerüstet werden und der Bahnsteig durch zwei Außenbahnsteige ersetzt werden. Vorerst vom Tisch ist damit dem Sprecher zufolge der Verkauf des Bahnhofs, der zuletzt vor zwei Jahren im Gespräch war. „Der Bahnhof wird bis auf Weiteres nicht verkauft, da sich darin bahntechnische Anlagen befinden“, so der Sprecher.

Ebenfalls ersetzt werden soll aber der Bahnübergang am Bahnhof. Radfahrer und Fußgänger sollen die Gleise dann durch eine Unterführung unterqueren. Daneben ist geplant, den Bahndamm in einem Abschnitt zwischen dem Viadukt in Richtung Autobahn zu sanieren sowie den Oberbau – dazu zählen Gleise und Schwellen – zu erneuern.

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