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Statistik

08.01.2015

Die meisten Stellen gibt es im Metallsektor

Fachkräfte dringend gesucht. Vor allem in der Metallverarbeitung sind derzeit viele Stellen unbesetzt.
Bild: Häfele

Arbeitslosenquote nimmt etwas zu, ist jedoch niedriger als im Vorjahr

Wohl kaum ein Begriff kennzeichnet den Allgäuer Arbeitsmarkt besser als das Wort Stabilität: Wie im November 2014 und im November des vorangegangenen Jahres lag die Arbeitslosenquote wieder bei 3,2 Prozent, teilte die Agentur für Arbeit mit. Insgesamt waren 11567 Frauen und Männer im Allgäu arbeitslos gemeldet, knapp 270 mehr als im Monat zuvor.

Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu lag im Dezember bei 2,2 Prozent. Damit hat der Landkreis weiterhin eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in ganz Deutschland. Insgesamt haben 1639 Unterallgäuer keine Arbeit, davon sind 203 jünger als 25 Jahre. 459 Personen beziehen Arbeitslosengeld II, was einer Quote von 0,6 Prozent entspricht. Damit hat das Unterallgäu in ganz Deutschland weiterhin die zweitniedrigste Quote der Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen.

Im Wirtschaftsraum Mindelheim hat die Arbeitslosigkeit zum Ende des Jahres hin leicht zugenommen, jedoch weniger stark als im Vorjahr, teilt die Agentur für Arbeit mit. Im Dezember lag die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Novemberwert. Vor einem Jahr erreichte der Vergleichswert noch 2,6 Prozent. Aktuell waren 908 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 64 mehr als im November. Arbeitskräfte blieben weiter gefragt. Das zumindest signalisiert das im Jahresvergleich stark angewachsene Angebot von 527 Arbeitsstellen in der Region.

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„Lange Zeit war die Witterung im Dezember für die Jahreszeit sehr mild. Das hat auch dem Arbeitsmarkt gutgetan“, sagt Alfred Falger, Leiter der Arbeitsagentur in Mindelheim. Aus Außenberufen hätten sich weniger Menschen arbeitslos gemeldet als in anderen Jahren. „Erfreulich ist der anhaltende Bedarf an Arbeitskräften, denn das erleichtert unsere Vermittlungsbemühungen“, so Falger.

Im Dezember standen mit 527 Stellenangeboten ähnlich viele zur Verfügung wie schon im Monat zuvor. Positiv fällt insbesondere der Vergleich mit dem Vorjahr aus. Aktuell war das Beschäftigungsangebot um gut 40 Prozent höher als vor einem Jahr. Einen Löwenanteil bildete der Metallsektor mit 350 Beschäftigungsmöglichkeiten im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Metallbearbeitung. Daneben wurden Jobs im Logistiksektor als Lagerarbeiter und zum Gütertransport angeboten. Im Handwerk gab es neue Arbeitsstellen im Bereich Heizung und Klimatechnik sowie im Trockenbau. Der Handel suchte qualifiziertes Verkaufspersonal.

Aufseiten der arbeitslosen Menschen tat sich auch im Dezember wieder einiges. 321 Frauen und Männer meldeten sich neu bei den Vermittlern. Das waren knapp 40 mehr als im Monat zuvor. Darunter befand sich eine ganze Reihe von Kräften, die sich wegen des Saisonendes in der Hotellerie und Gastronomie vorübergehend für einige Wochen arbeitslos meldeten. Im selben Zeitraum meldeten sich aber auch 248 Frauen und Männer wieder bei ihrem Vermittler ab. Neben anderen nahmen ein Konditor, eine Filialleiterin sowie mehrere Lageristen und Bürokräfte eine neue Tätigkeit auf.

Seit Einführung der sozialen Grundsicherung werden arbeitslose Menschen gemeinsam von der Agentur für Arbeit und vom Jobcenter betreut. In beiden Bereichen waren mehr Menschen arbeitslos. Die Arbeitsagentur betreute im Dezember 637 Kräfte, knapp 50 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter war im Raum Mindelheim für 271 arbeitslose Frauen und Männer zuständig, 17 mehr als im November.

Der Jahreswechsel ist die Zeit, um auch den Arbeitsmarkt 2014 mit wichtigen Eckpunkten Revue passieren zu lassen. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsraum Memmingen hatte die Region Mindelheim mit einer jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit im ganzen Allgäu vorzuweisen. Knapp 950 Frauen und Männer waren pro Monat ohne Beschäftigung, 40 mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das Angebot an Arbeitsplätzen. Mehr als 500 Stellenangebote stellten Betriebe durchschnittlich zur Verfügung, im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Plus von 130. (mz, home)

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