Newsticker

Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage

11.07.2010

Ein Sommernachtstraum

Vor imposant illuminierter Kulisse unterhielten die Mindelheimer Sänger das Publikum beim Weinfest.
2 Bilder
Vor imposant illuminierter Kulisse unterhielten die Mindelheimer Sänger das Publikum beim Weinfest.

Mindelheim Wein, Weib und Gesang an einem schönen Sommerabend. Die alten Mauern im Hof der Mindelburg strahlen noch die Wärme des Tages aus. An stilvoll geschmückten Tischen rücken gut gelaunte Gäste enger zusammen. In ihren Gläsern funkelt roter und weißer Rebensaft. Dazu genießen sie deftige Schmankerln wie Käse- oder Schmalzbrote. Was braucht der Mensch mehr zum Glücklichsein? Beim traditionellen Weinfest machte die Sängervereinigung ihrem guten Ruf wieder einmal alle Ehre.

Das Repertoire der "singenden Winzer" scheint unerschöpflich. Da hörte man Evergreens, wie die "Capri-Fischer" und das "Chiantilied". "Kommt, ein bisschen mit", lockten die Sänger zu einer Reise nach Italien, an den Rhein oder ans Meer, stimmten fröhliche Trinklieder an und so bekannte Schlager wie "Rote Lippen soll man küssen" oder "Marmor, Stein und Eisen bricht".

"Singen, klingen, Freude bringen" war angesagt und dies wurde beim Weinfest ausgiebig zelebriert.

Was die Besucherzahlen angeht, war die Fete rekordverdächtig. Petrus, der das weinselige Vergnügen in den letzten zwei Jahren buchstäblich ins Wasser fallen ließ und dem Veranstalter damit großen finanziellen Schaden zufügte, leistete Wiedergutmachung. Und weil der Wein in lauer Sommernacht in Strömen floss, hatte so mancher Besucher mit dem Abstieg vom Burgberg ein Problem. Eine gute Alternative war da der Pendelbus.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Etwas exotisch klang der stimmgewaltige Gesang in den Ohren von Marife Agbalog. Die junge Philippinin macht gerade Urlaub in Türkheim. Doch sie fand es "very nice", wie die Leute vor illuminierter Burgkulisse dem Weingott Bacchus huldigten. Dass "Frauen und Wein eine fröhliche Fracht" sind, wusste schon Rudi Schurike. Wolfgang Pietryga konnte dem nur zustimmen. Warum der Oberauerbacher gerne zum Weinfest kommt? "Der Gesang ist sehr dezent und man kann sich mit Freunden gut unterhalten", erklärt er. Von der "tollen Atmosphäre" begeistert sind auch Daniela Stäger, Theresa Kiefersauer, Veronika Boxler und Malaika Freuding. "Wer auf diesem Fest nicht dabei war, hat etwas verpasst", sind sich die vier jungen Damen einig. Der Andrang besonders jugendlicher Besucher stützt ihre Einschätzung und veranlasste Dirigent Josef Wiedemann zum Umdenken. "Weil gerade die swingenden und jazzigen Songs bei den jungen Leuten gut ankamen, müssen wir unser Repertoire überdenken", sagte er.

"So schön, wie heut, so müsst es bleiben", schallt es am Ende eines stimmungsvollen Abends über den Burghof. Bevor das Licht ausging, sagten die Fanfarengruppe, die Sangesbrüder aus der Frundsbergstadt Schwaz, Moderator Wolfgang Stitzl und Vorstand Peter Ullrich den Gästen "leise Servus".

Das Weinfest der Sänger ist seit 1972 ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt. "Ganz klein, mit 400 Bechern, haben wir damals angefangen" erinnert sich Mitbegründer Peter Hartmann. Damals haben wir alle Gläser aufgekauft, die zu bekommen waren", erzählt er.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren