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Szene

04.08.2011

Ein junger Musiker verwirklicht seinen Traum

Pat Wind (links) aus Mindelheim treibt seine Musikkarriere voran. Das erste Album ist fertig und soll bald erscheinen. Ein Musikvideo ist ebenfalls bereits abgedreht. Unterstützt wird der Nachwuchskünstler von Dominik Maier (rechts).
Bild: Foto: Katharina Weiß

Pat Wind aus Mindelheim hat sein erstes Album eingespielt. Nach dem Abschluss seiner Lehre will er sich ganz der Musik widmen

Mindelheim Vor ein paar Monaten hat K!ar.Text. erstmals über den jungen Mindelheimer Musiker Pat Wind berichtet. Nun steht bereits sein erstes Album „Mit Herz und Seele“ vor der Veröffentlichung. Ich treffe ihn und seinen Förderer, den Mediendesigner und Fotografen Dominik Maier, im Chaplin.

Pat, mit welchem Gefühl bist Du jetzt quasi aus dem Studio gefallen?

Pat Wind: Die Erfahrung hat mein Leben viel intensiver gemacht. Wie eine positive Sucht – das macht die Musik mit mir, ich bin ständig inspiriert und euphorisch. Und ich will immer alles, was ich mitnehmen kann, am besten sofort mitnehmen. Und meine Produzenten mussten da immer bremsen, damit ich nicht meine ganze Kraft da reinstecke.

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Was steht in Deinem Privatleben in der nächsten Zeit an?

Pat Wind: Ich mache jetzt den Führerschein und schließe in einem Jahr die Lehre ab. Danach will ich mich voll und ganz der Musik widmen. Dabei ist es wichtig, seine Familie und einen Raum für sich zu schützen. Ich hatte zum Beispiel vor Kurzem eine Stalkerin, die dann ständig auf dem Handy angerufen hat. Ab und zu stand sie vor unserer Haustüre.

Um einen Fuß in die Tür des Musikbusiness zu bekommen, ist man anfänglich ja immer auf die Hilfe von Experten und Unterstützern angewiesen, in finanzieller und fachkundiger Hinsicht. Wer hat Dir in den Letzten Monaten besonders geholfen?

Pat Wind: Dominik von Zauberwald Designs war eine unglaubliche Hilfe, er ist für die grafische Umsetzung meiner CD und meines ersten Musikvideos verantwortlich. Ein toller Promoter ist zudem Promikoch Björn Mangold und natürlich mein Label, Erra Price Basement. Meine Produzenten Alex Thees und Valerij Molodew und natürlich meine Familie waren auch eine riesige Hilfe! Zudem habe ich Fashionberatung von dem Münchner Designer Tian van Tastique bekommen!

Interessant, man hat momentan ohnehin den Eindruck, dass Mode in der Popindustrie immer wichtiger wird.

Pat Wind: Auf jeden Fall – Lady Gaga, erster Superstar des digitalen Zeitalters, ist ja auch mehr Fashion- als eine Musikikone. Wenn man ins Fernsehen will, ist das Visuelle natürlich ganz entscheidend. Aber die Musik muss immer noch im Vordergrund stehen.

Dominik, warum greifst Du Pat ehrenamtlich unter die Arme, wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Dominik: Ich habe auch in der Münchner Szene und über Festivals wie Southside viel mit Musikern zu tun. Wir haben uns persönlich auf einer Party kennengelernt. Ich habe selber am Anfang meiner Karriere viel Unterstützung erfahren. Das möchte ich gerne weitergeben. Zudem lassen diese freiwilligen Projekte viel künstlerische Freiheit! Gerade auch im Hinblick auf Eigenwerbung kommt einem so ein junger Künstler sehr gelegen.

Welche Projekte von Pat betreust Du momentan?

Dominik: Ich bin für das Layout der CD zuständig und fotografiere ihn, zum Beispiel beim Dreh für TV Allgäu, den wir vor einigen Tagen hatten. Außerdem habe ich bei seinem ersten Musikvideo „Verrückt nach dir“ Regie geführt, und war für Kamera und Schnitt zuständig. Wir hatten zwei Tage eingeplant, aber den Clip an einem Tag durchgezogen!

Noch mal zu Dir, Pat: In welchen Situationen wurde das Gesamtkonzept, aber vor allem Text und Melodie Deines Albums geboren und was möchtest Du damit erreichen?

Pat Wind: München gehört zu meinen Inspirationsquellen. Großstädte sind so faszinierend. Da steigt man in die U-Bahn und sitzt neben Menschen unterschiedlichster Herkunft. Da steht ein Dicker und daneben ein Model, der Kleinkriminelle unterhält sich kurz mit einem Typen im Anzug und ein paar Hopper rappen still vor sich hin, während nebendran ein Punker grinst. Und Liebe ist natürlich das große Thema. Als sich meine Freundin vor ein paar Wochen von mir getrennt hat, sind die schönsten Trennungsschmerzen entstanden! Wenn ich verliebt bin, ist sie das wichtigste überhaupt und ich ziehe daraus meine gesamte Kreativität. Ich will, dass jeder, der meine Songs hört, auf irgendeine Weise mitfühlen kann. Es ist egal, wie viele mich hören, wenn nur ein einziger zu meiner Musik lebt, sich davon trösten lässt und sich damit identifizieren kann!

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