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Prüfung in Kirchheim

19.05.2015

Er kam, dirigierte und siegte

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Sie sollten die Leistung des jungen Dirigenten bewerten und waren begeistert: Lothar Uth, Professor Maurice Hamers und Thomas Ludescher.
Bild: Maria Schmid

Markus Peter gab ein besonderes Konzert im Kirchheimer Zedernsaal.

Das war nicht nur ein großartiges Konzert. Das war nicht nur eine schwierige Prüfung. Das war für Markus Peter die Erfüllung eines Traumes, ein erreichtes Ziel, dem gewiss noch viele folgen werden. Er kam, dirigierte und siegte. Er erreichte das gesteckte Ziel. Die „Harmoniemusik Welden“ mit 59 Musikanten, deren Dirigent Markus Peter seit Frühjahr 2014 ist, unterstützten Studienkollegen vom Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg, etliche Freunde und sein Bruder Thomas (Posaune). Insgesamt spielten 80 Musikerinnen und Musiker. Mit ihnen legte Peter die Blasorchesterdirigentenprüfung ab. Und das mit Bravour.

Die Jurymitglieder mit seinem Professor Maurice Hamers, Professor für Blasorchesterleitung, die einzige Professur dieser Art in Deutschland, Thomas Ludescher, Dozent und Lehrbeauftragter für Blasorchesterleitung und Lothar Uth, dem Gründer dieser bisher einzigen Professur in Augsburg, waren sich mit dem Publikum völlig einig. Maurice Hamers sagte auch mit Blick auf den frenetischen Applaus des Publikums im Zedernsaal: „Uns hat es auch gefreut, dieses Konzert.“

Sie alle Drei hätten als Team schon sehr viele Leute beurteilt. Es würde immer um die Musik gehen. Die Fragen der angehenden Dirigenten seien: Wie schnell bin ich? Was erreiche ich damit? Wie klingt dieses erarbeitete Skript im Vergleich zum Original? Er sagte: „Dieser Kandidat ist nicht nur sehr jung. Er verfügt über ganz große Qualitäten. Ich freue mich auf die Zukunft und darauf, ihn wachsen zu sehen.“ Nach einer kleinen Pause rief er: „Er hat die Prüfung bestanden!“ Es folgte ein Riesenapplaus. Am Anfang ihrer Zusammenarbeit, so Hamers, sei der damals 18-Jährige „grün wie Gras“ gewesen. „Und nun steht er hier oben und dirigiert dieses Orchester.“ Er ist sich sicher, dass Markus Peter nach den nun folgenden vier Semestern seinen Masterabschluss ebenfalls mit Bravour machen wird.

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Prüfling Markus Peter hatte für dieses Konzert in Übereinstimmung mit Maurice Hamers große, schwierige Werke ausgesucht. Darunter waren die „Jupiter Hymn“ von Gustav Holst, das „On this bright morning“ von David Maslanka und der „Armenian dances, part I“ von Alfred Reed. Diesen konzertanten Part beurteilte die Jury mit der Note 1,3. Das Stück „Romeo & Julia – Tanz der Ritter“ von Sergei Prokofiew instrumentalisierte Markus Peter für das Blasorchester. Keine leichte Aufgabe, aber grandios gelöst. Er erhielt dafür die Spitzennote 1,0.

Das Schwierigste war wohl die „Lehrprobe“. Vor zwei Wochen erhielt Markus Peter die Noten der Komposition „Imperatrix“ von Alfred Reed. Die Musiker kannten es nicht bis zu dem Augenblick, als er ihnen die Noten vorlegte und sie sofort vom Blatt spielen mussten. Eine Weile hörte er ihrer Interpretation zu, dann griff Peter ein und erläuterte bei mehreren Takten seine genauen Vorstellungen. Alle waren so in ihre Arbeit vertieft, dass Hamers zweimal kurz unterbrach, um das Ganze zu beschleunigen. Schließlich konnte das Stück als Ganzes gehört werden. Ergebnis und Beurteilung der Jury: Note 1,5. Welch ein Erfolg! Markus Peter strahlte und dankte für die Glückwünsche, vor allem aber für die großartige Arbeit mit den Dozenten und Betreuern. Er dankte auch allen, „die mich auf diesem Weg unterstützt haben“. Dazu gehörte natürlich in erster Linie die Familie aber zum Beispiel auch Fürstin Angela Fugger von Glött die ihm den Zedernsaal überlassen hatte für diese Prüfung, die sicher nicht nur Markus Peter in Erinnerung bleiben wird.

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