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Gemeinderat II

10.02.2018

Feriendomizile für urlaubsreife Golfer

Von den Plänen für ein großes Golfhotel ist nicht mehr viel übrig geblieben

Aus den hochfliegenden Plänen für eine Nobelherberge für Golfspieler auf dem Gelände der alten Ziegelei ist nicht mehr viel übrig geblieben: Statt einem Golf-Hotel mit bis zu 200 Betten will der Besitzer der Gebäude der alten Ziegelei jetzt insgesamt acht Ferienwohnungen für Golfer und einen Schulungsraum bauen.

Mit einer entsprechenden Bauvoranfrage sollte erst einmal die Stimmung im Marktrat eingeholt werden, ehe sich dann das zuständige Landratsamt überlegt, ob diese Pläne an dieser Stelle überhaupt genehmigungsfähig sind. Der in Neuburg/Donau ansässige Bauunternehmer Volker Wilhelm hatte die teilweise verfallenen fünf Gebäude aus dem Nachlass von Ludwig Hubert Wiedemann erworben, dem früheren Präsidenten und Geschäftsführer des Golf-Clubs.

Zusammen mit seinem Freund Rudolf Wiedemann, der jetzt auf dem grünen Rasen hoch über Türkheim das Sagen hat und ein Vetter des früheren Clubchefs ist, kaufte Wilhelm auch das Golf-Gelände. Der Neuburger Bauingenieur hat die alte Ziegelei vor dem Verfall gerettet, ihre historische Bausubstanz erhalten und sie, wie auch sanierungswürdige Teile der angrenzenden Wohn- und Fabrikgebäude in den Urzustand versetzt. Auch der Kamin, das Wahrzeichen der Ziegelei, blieb erhalten.

Dies alles wurde zwar durchaus positiv aufgenommen, doch es gab auch kritische Stimmen: Peter Ostler (FW) warnte vor einer „Zersiedelung“, wenn aus den Ferienwohnungen dann irgendwann doch Eigentumswohnungen werden sollten. Doch dies sei gesetzlich gar nicht zulässig, meinte Bauamtsleiter Lothar Rogg. Länger als drei Monate sei ein Aufenthalt in einer Ferienwohnung nicht gestattet, so Rogg, der aber prompt zu hören bekam: „Und wer kontrolliert das?“ Otto Rinninger (FW) verwies auf die „lange Geschichte da oben“ und erinnerte daran, dass sich der Antragsteller mit der „Brutal-Rohdung“ wenig Freunde gemacht habe.

Am Ende schloss sich die Mehrheit dann aber doch der Meinung von CSU-Fraktionschefin Annemarie Huber an, die begrüßte, dass „hier aus einer Ruine etwas Sehenswertes“ gemacht werde. Endgültig muss jetzt das Landratsamt entscheiden. (alf)

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