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Bad Wörishofen

12.08.2020

Ferienspaß in Bad Wörishofen unter erschwerten Bedingungen

Basteln und Malen stehen im Ferienprogramm immer hoch im Kurs. Hier sind gerade (von links) Emma, Milana und Pia beschäftigt, während die Betreuerinnen Alina und Angelina die Ergebnisse betrachten.

Plus Trotz der Corona-Krise erwartet die Mädchen und Buben beim Ferienprogramm in Bad Wörishofen tolle Abwechslung.

Das Schönste am diesjährigen Kinderferienprogramm der Stadt ist, dass es überhaupt stattfinden kann. So sehen es sowohl Christine Tornow, die dieses seit vielen Jahren leitet, aber auch die beteiligten Kinder und deren Betreuerinnen und Betreuer. Dass es ermöglicht wurde, dafür sind alle Beteiligten der Stadt gegenüber sehr dankbar, doch Christine Tornow weiß auch zu berichten, dass wegen Corona manches heuer anders ist.

Coronabedingt musste das gesamte Ferienprogramm in Bad Wörishofen umgeplant werden

„Zunächst musste ich das gesamte Programm, das schon feststand, komplett noch einmal umplanen. Aktivitäten, die mit Kochen, Musik oder Singen zu tun haben, mussten ganz gestrichen, neue Dinge dafür gesucht werden. Außerdem mussten die Räumlichkeiten in der ehemaligen alten Berufsschule coronatauglich ausgestattet werden. Auch die Teilnehmerzahl wurde von 30 auf 20 Kinder heruntergefahren.“

Dennoch machten alle angemeldeten Kinder und Betreuer mit. Insgesamt sechs Wochen läuft das Programm und die Kinder können sich eine oder auch mehrere Wochen gegen eine von der Stadt günstig gehaltene Gebühr daran beteiligen.

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Die meisten Kinder im Alter zwischen sechs und 12 Jahren sind zwei Wochen dabei. Dass es ihnen allen viel Spaß bereitet, ist beim Besuch sofort zu spüren. An diesem Vormittag ist Zauberer Pius Epple zu Gast. Er ist gerade einmal 14 Jahre alt, zaubert aber bereits wie ein Großer mit Karten, Seiltricks oder Münzen.

Als er am Ende einen kompletten Kuchen herzaubert, sind auch die Kinder, die er stets mit einbindet, im wahrsten Sinne des Wortes „verzaubert“ und klatschen Beifall. Pius ist Mitglied im magischen Zirkel, zaubert seit zwei Jahren und wird nicht zuletzt von dem bekannten Perry gefördert.

„Das geht doch gar nicht“ oder „Wie ist das denn gegangen“ war bei seinem Auftritt immer wieder zu hören. Begeistert, nicht nur von diesem Auftritt, sondern vom bisherigen Ferienprogamm überhaupt zeigt sich stellvertretend für alle Lena Holzmann: „Meine Mama muss in den Ferien arbeiten und ich bin nun schon zum vierten oder fünften Mal dabei. Es macht immer großen Spaß, denn es gibt viele tolle Aktivitäten wie das Basteln oder die Ausflüge in den Kurpark oder zum Segeln am Stausee. Besonders freue ich mich auf den Besuch auf dem Bauernhof, der demnächst ansteht, denn ich mag Tiere sehr gern“, so die erfahrene Teilnehmerin. Nicht so toll findet sie übrigens das Tragen der Masken. „Aber wir haben uns schon daran gewöhnt.“

Lena Holzmann

Ebenfalls bereits Stammgast und auch jeweils zwei Wochen dabei ist Lukas Orzechowski. „Selbst Sachen, die ich schon öfter mitgemacht habe, fallen jedes Mal etwas anders aus. Mir ist das Teamwork mit der Gruppe sehr wichtig und man findet immer neue Freunde“, klingt seine Antwort schon wohl überlegt. „Außerdem gefallen mir natürlich die neuen Sachen, denn ich will gerne Neues kennenlernen. Gefallen hat mir bisher eigentlich alles und auch der Zauberer heute war sehr interessant.“

Auch die Betreuer sind Stammgäste beim Ferienprogramm in Bad Wörishofen

Stammgäste sind zum Teil auch die Betreuer. Dominik Schneider macht dafür sogar eigens Urlaub und engagiert sich zum dritten Mal in Folge: „Mir macht die Arbeit mit den Kindern einfach Spaß. Die verschiedenen Angebote sind auch für uns spannend und lehrreich. Die Kinder hier sind alle sehr nett und freundlich zu uns“ erklärt er sein Mitwirken.

Ähnlich äußern sich Theresa Kramer aus Markt Rettenbach und Aline Erler aus Türkheim. „Uns gefällt nicht zuletzt die Harmonie im Team und es macht mega Spaß hier. Die Angebote für uns und die Kinder sind wirklich toll“, ergänzen sie unisono. Alle drei machen derzeit eine Ausbildung zum Erzieher und sammeln so Erfahrungen in ihrem künftigen Beruf. Demnächst stößt noch Felix dazu, der eigens für zwei Wochen aus Kassel anreist, um wieder mit dabei zu sein.

Dafür, dass auch in den nächsten Wochen keine Langeweile aufkommt, sorgt das weitere abwechslungsreiche Programm. Da stehen dann Besuche bei Kfz-Rösch, bei der Feuerwehr, beim Flugplatz Bahle oder beim Minigolf am Jagdhäusle an, um nur einige zu nennen. Es geht auf den Reiterhof oder ins Kino oder in die Tierarztpraxis. Es wird aber auch selbst gebastelt oder gemalt oder Batik gefertigt. Christine Tornow hat auch heuer wieder wieder jede Menge Aktivitäten für die Kinder organisiert. Das Programm läuft noch bis zum 4. September.

Lesen Sie dazu auch: Corona soll Ferienspaß nicht trüben

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