1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Festkonzert vor prächtiger Kulisse

St. Rasso

02.07.2015

Festkonzert vor prächtiger Kulisse

Sie erfüllten St. Rasso mit großer Musik (von links vorn): Adrian Hanel, Maria Wanner, Ingrid Baum, Franziska Gebele, Edit Gazsarovszky, Hermine Eicke, Sabrina Baur, Katrin Lapsit-Hanel, István Micki und Karl Stepper.
Bild: Maria Schmid

Im renovierten Gotteshaus erklingen Werke aus dem 18. Jahrhundert

Rasso Graf von Dießen-Andechs war ein Laienbruder, Ritter und Feldherr. Der Überlieferung nach war er 2,50 Meter groß – nun ja. Er starb vermutlich 954 im heutigen Grafrath. Die ihm geweihte katholische Wallfahrtskirche in Untergammenried feierte diesen traditionellen Gedenktag, das Patrozinium, zur großen Freude der zahlreichen Gäste, mit einem besonderen Kirchenkonzert.

Unter der Leitung von Kirchenmusiker und Organist der Stadtpfarrkirche St. Justina, Karl Stepper, spielten Lehrkräfte und Schüler der Irmgard Seefried Sing- und Musikschule Bad Wörishofen. István Micki, Violinist des Kurorchesters Musica Hungarika, unterstützte sie ebenso wie die Sopranistin Hermine Eicke. Das sehr harmonische Spiel der unterschiedlichen Instrumente und der vielseitigen Musikliteratur, vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert, ließ dieses Konzert zu einem wahren Fest werden. Schon zu Beginn erklang die „Triosonate in G-Dur“ von Johann Adolf Hasse (1699-1783). So große Namen wie Antonio Vivaldi (1678-1741), Georg Friedrich Händel (1685-1759) oder Georg Philipp Telemann (1681-1767) mit Werken wie die „Cellosonate in B-Dur“, die „Flötensonate in C-Dur“ oder „Die Landlust“, gesungen von der Sopranistin Hermine Eicke, sind nur einige der Kostbarkeiten. Wie zauberhaft und andächtig klang das „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), ebenfalls von Hermine Eicke gesungen. Es glänzten mit Blockflöte und Klarinetten Katrin Lapsit-Hanel, Sabrina Baur, Franziska Gebele und Maria Wanner. Edit Gazsarovszky als hervorragende Flötistin und Ingrid Baum an der Gitarre, sowie Adrian Hanel am Cello, sie alle begleitete Karl Stepper bei einzelnen Werken an der Orgel.

Gabriel Fauré (1845-1924) komponierte die „Pavane“, gespielt von den Klarinettistinnen und Karl Stepper. Hier war es eine Premiere, in der wunderschön renovierten Kirche von der Empore oberhalb des Altares herunter zu spielen. Zum Abschluss erklang die zarte „Berceuse“ mit Gitarrenklängen, ebenfalls von Fauré. Der abschließende, heftige Applaus für die Musiker, war mehr als verdient. (sid)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
KAYA2728.JPG
Bad Wörishofen

Haftstrafen nach Einbrüchen in Vereinsheime

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden